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Impuls

Wie Gottesdienst Gelingt

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Korinther

Kapitel 14, Vers 26–​40

REGELN FÜR DEN GOTTESDIENST

26Was bedeutet das nun für euch, liebe Brüder und Schwestern? Wenn ihr zusammenkommt, hat jeder etwas beizutragen: Einige singen ein Loblied, andere unterweisen die Gemeinde im Glauben. Einige geben weiter, was Gott ihnen offenbart hat, andere reden in unbekannten Sprachen, und wieder andere übersetzen das Gesprochene für alle. Wichtig ist, dass alles die Gemeinde aufbaut. 27Während eines Gottesdienstes sollen höchstens zwei oder drei in unbekannten Sprachen reden, und zwar einer nach dem anderen. Was sie gesagt haben, soll gleich für alle übersetzt werden. 28Wenn dafür niemand da ist, sollen die Betreffenden schweigen. Sie können ja für sich allein beten; Gott wird sie hören. 29Auch von den Propheten, die Gottes Botschaften empfangen, sollen zwei oder drei sprechen; die anderen sollen das Gesagte beurteilen. 30Der Prophet, der eine Botschaft von Gott bekommen hat, soll seine Rede beenden, wenn Gott einem der Anwesenden eine neue Botschaft eingibt. 31Ihr könnt doch alle der Reihe nach in Gottes Auftrag reden, damit alle lernen und alle ermutigt werden. 32Wer eine Botschaft von Gott bekommt, verliert dabei ja nicht die Kontrolle über sich. 33Denn Gott will keine Unordnung, er will Frieden. Wie in allen Gemeinden 34sollen sich auch bei euch die Frauen in den Gottesdiensten still verhalten und dort nicht das Wort führen. Stattdessen sollen sie sich unterordnen, wie es schon das Gesetz vorschreibt. 35Wenn sie etwas wissen wollen, können sie zu Hause ihren Mann fragen. Denn es gehört sich nicht, dass Frauen in der Gemeinde das Wort führen. 36Ihr seid anderer Meinung? Bildet ihr euch etwa ein, Gottes Botschaft sei von euch in die Welt ausgegangen? Oder glaubt ihr, die Einzigen zu sein, die sie gehört haben? 37Wenn einer meint, Gott rede durch ihn oder er sei in besonderer Weise von Gottes Geist begabt, dann muss er auch erkennen, dass alles, was ich hier anordne, dem Willen des Herrn entspricht. 38Wer das aber nicht anerkennt, den erkennt auch Gott nicht an. 39Also, meine Brüder und Schwestern, strebt nach der Gabe, in Gottes Auftrag prophetisch zu sprechen, und hindert keinen, in unbekannten Sprachen zu reden. 40Aber sorgt dafür, dass alles einwandfrei und geordnet vor sich geht.

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Christen sind weltfremd? Christen sind verrückt? Christen "haben nicht mehr alle Latten am Zaun"? Leider kursieren solche Aussagen in unserer Gesellschaft. Damals in der Stadt Korinth war diese Ansicht vielleicht noch krasser vertreten als heutzutage. Aber wie gesagt, auch oder gerade heutzutage in der westlich geprägten Welt wird man des Öfteren schief angeschaut, wenn man sagt, man sei Christ und glaube tatsächlich an einen Gott, der auch heute noch Wunder tut. Manchen Vorwurf müssen wir tatsächlich einfach hinnehmen. Doch einen entscheidenden Schritt gegen solche Vorurteile können wir Christen durchaus selbst gehen: In dem Abschnitt für heute gibt Paulus der Korinther Gemeinde konkrete Anweisungen, die ihren Gottesdienstablauf geordneter und dadurch besucherfreundlicher gestalten werden. Diese Vorschriften sind in keiner Weise veraltet. Ganz praktisch können wir sie auch heute noch für unsere Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen übernehmen.

Ich glaube, solche Regeln halten uns Christen ein wenig auf dem Boden der Tatsachen. Wir kennen vielleicht alle die Situation, in einem ganz persönlichen Hoch mit Gott zu sein. Gerade ist zum Beispiel ein großer Durchbruch im persönlichen Leben passiert und am liebsten würdest du jedem davon erzählen, auch vorne im Gottesdienst, und der Lobpreis könnte nicht lang und intensiv genug sein ... Bei unseren Gottesdiensten geht es aber nicht nur um dich und deine persönliche Beziehung zu Gott. Dem Menschen neben dir ist vielleicht nicht nach stundenlangem Lobpreis. Sein Herz ist schwer und er bräuchte vielleicht vielmehr ein klärendes Gespräch. Oder jemand hat seinen Nachbarn mitgebracht, der sowieso schon viele Vorurteile gegenüber Christen im Herzen trägt und nun doch endlich mal zum Gottesdienst mitgekommen ist. Auch ihm muss der Weg nicht noch schwerer gemacht werden, indem Unordnung, ungeprüfte Aussagen und teils vielleicht sogar Ekstase im Gottesdienst sein "schlechtes" Bild vom Christentum erneut bestärken. Vielmehr sollten wir uns in unserer Gottesdienstgestaltung fragen: Wie ehren wir Gott am besten? Was hat Gott wirklich vor? Und wie können wir den Glauben an Jesus Christus Nichtchristen näherbringen? Wie geschrieben: Der Bibelabschnitt für heute gibt Antwort.