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Impuls

Wie Tue Ich Das Gute?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Römer

Kapitel 12, Vers 9–​21

EIN LEBEN AUS GOTTES GEIST

9Eure Liebe soll aufrichtig sein. Und wie ihr das Böse hassen müsst, sollt ihr das Gute lieben. 10Seid in herzlicher Liebe miteinander verbunden, gegenseitige Achtung soll euer Zusammenleben bestimmen. 11Bewältigt eure Aufgaben mit Fleiß und werdet nicht nachlässig. Lasst euch ganz von Gottes Geist durchdringen und dient Gott, dem Herrn. 12Seid fröhlich in der Hoffnung darauf, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Bleibt standhaft, wenn ihr verfolgt werdet. Und lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen. 13Helft anderen Christen, die in Not geraten sind, und seid gastfreundlich! 14Bittet Gott um seinen Segen für alle, die euch verfolgen, ja, segnet sie, anstatt sie zu verfluchen. 15Freut euch mit den Fröhlichen! Weint aber auch mit den Trauernden! 16Seid einmütig untereinander! Strebt nicht hoch hinaus und seid euch auch für geringe Aufgaben nicht zu schade. Hütet euch davor, auf andere herabzusehen. 17Vergeltet niemals Unrecht mit neuem Unrecht. Verhaltet euch gegenüber allen Menschen vorbildlich. 18Soweit es irgend möglich ist und von euch abhängt, lebt mit allen Menschen in Frieden. 19Liebe Freunde, verschafft euch nicht selbst Recht. Überlasst vielmehr Gott das Urteil, denn er hat ja in der Heiligen Schrift gesagt: »Es ist meine Sache, Rache zu üben. Ich, der Herr, werde ihnen alles vergelten.« 20Handelt so, wie es die Heilige Schrift von euch verlangt: »Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen; ist er durstig, gib ihm zu trinken. So wirst du ihn beschämen.« 21Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute.

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Eine ganze Reihe an Aufforderungen, die Paulus hier an seine Leser richtet. Zusammenfassen lassen sie sich wohl alle in dem einen Motto aus Vers 21: „Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute.“ Eine ebenso echte Herausforderung, in der aber gleichzeitig schon die Lösung liegt ...

Es stellt sich doch die Frage: Wie schaffe ich es denn überhaupt, das Böse zu besiegen? Wie soll ich denn bitte meine Feinde lieben? Wie soll ich mich den anderen Menschen gegenüber immer vorbildlich verhalten? Wie soll ich immer gastfreundlich sein? Zugegeben: Das schaffe ich nicht. Ich alleine schaffe das nicht. Aber Paulus sagt selbst in Vers 21b: „Besiege das Böse durch das Gute!“ Nur wenn ich das Gute einsetze, kann ich es überhaupt schaffen, meine Feinde zu lieben oder ein offenes Herz der Gastfreundschaft zu haben! Und das Gute, das ist der Geist Gottes (vgl. Vers 11). Wenn ich mich vom „Geist Gottes durchdringen lasse“, wie Paulus es hier schreibt, dann werde ich in der Lage sein, das Böse mit Gutem zu überwinden. Gott erwartet von uns also nichts Unmögliches. Gott erwartet nicht von uns, dass wir von heute auf morgen unsere menschlichen Wünsche und Bedürfnisse aus eigener Kraft ablegen und auf einmal nichts Böses mehr tun. Das wäre unrealistisch. Vielmehr erwartet Gott von uns nur eines: Dass wir uns von ihm helfen lassen. Dass wir dafür bereit sind, in der Kraft seines Heiligen Geistes zu leben. Wenn wir ihn darum bitten, dann wird er uns die Kraft des Geistes Gottes geben. Das verspricht Gott uns in einem anderen biblischen Text, nämlich in Lukas 11:13. Und nur dann können wir es schaffen, das Böse mit Gutem zu überwinden. Und dadurch Gott zu dienen (vgl. Vers 11).