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Impuls

Zwei Perspektiven

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Hoffnung

4. Mose

Kapitel 13, Vers 21–​33

KUNDSCHAFTER NACH KANAAN

21Die Männer brachen auf und erkundeten das Land Kanaan von der Wüste Zin im Süden bis zur Stadt Rehob im Norden, die an der Straße nach Hamat liegt. 22Zunächst durchquerten sie die Wüste Negev und erreichten Hebron. Dort lebten die Sippen Ahiman, Scheschai und Talmai vom Volk der Anakiter. Ihre Stadt war sieben Jahre früher als das ägyptische Zoan gegründet worden. 23Dann kamen die Kundschafter ins Eschkol-Tal. Dort pflückten sie Granatäpfel und Feigen. Sie schnitten eine Weinrebe ab, die so schwer war, dass zwei Männer sie an einer Stange tragen mussten. 24Darum nannte man dieses Tal später Eschkol (»Traube«). 25Vierzig Tage lang erkundeten die zwölf Männer das Land. Dann kehrten sie zurück. 26Als die Kundschafter in Kadesch in der Wüste Paran eintrafen, berichteten sie Mose, Aaron und dem ganzen Volk, was sie gesehen hatten, und zeigten ihnen die Früchte aus Kanaan. 27Sie sagten zu Mose: »Wir sind in dem Land gewesen, in das du uns geschickt hast. Du hattest recht: Dort gibt es sogar Milch und Honig im Überfluss. Sieh dir nur diese Früchte an! 28Allerdings leben mächtige Völker dort, und ihre Städte sind gewaltige Festungen. Wir haben Anakiter gesehen. 29Und in der Wüste Negev siedeln die Amalekiter, im Gebirge die Hetiter, Jebusiter und Amoriter. Außerdem wohnen am Mittelmeer und am Jordan die Kanaaniter.« 30Da machten die Israeliten Mose wieder Vorwürfe. Kaleb versuchte, sie zu beruhigen, und rief: »Wir sind stark genug, das Land zu erobern. Wir müssen nur losziehen und es in Besitz nehmen!« 31Aber die anderen Kundschafter widersprachen: »Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.« 32Und sie erzählten den Israeliten die schlimmsten Geschichten über ihre Reise: »Wir haben das Land durchzogen, wir wissen, wie es dort aussieht. Glaubt uns, dort herrschen Mord und Totschlag! Alle Menschen, die wir gesehen haben, sind groß und kräftig. 33Die Anakiter, die wir getroffen haben, sind Riesen. In deren Augen waren wir klein wie Heuschrecken, und so haben wir uns auch gefühlt!«

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Worum geht's hier? Mose hatte zwölf Leute in das Land Kanaan gesandt. Auf ihrer Entdeckungsreise merkten sie, dass es tatsächlich eine schon fast wundersam große Fruchtbarkeit in diesem Land gab. Kanaan war ein so guter Ort zum Leben, dass man es fast nicht glauben konnte. Doch da waren eben auch noch dessen Bewohner. Große Festungen und viele Feinde.

Starke Kontraste prallten hier aufeinander. Da waren ein gutes und fruchtbares Land, aber auch die großen bedrohlichen Festungen der feindlichen Völker. Da waren der Glaube an Gottes Verheißungen und die große Angst vor Niederlagen. Hier werden zwei Perspektiven gegenübergestellt. Die von Kaleb, der daran glaubte, dass dieses gute Land in Besitz genommen werden konnte, weil Gott es verheißen hatte, und die von den anderen Kundschaftern, die voller Angst ein grausames Bild von den Feinden Israels malten.

Was können wir daraus lernen? Ich denke, jeder kennt diese Frage, ob das Glas Wasser halb leer oder halb voll ist. Dabei fragt man eigentlich nicht nach der Menge an Wasser, die sich im Glas befindet, sondern eher nach der Perspektive des Betrachtenden. Bin ich eher Optimist oder Pessimist? Rechne ich mit dem Guten oder dem Schlechten? Ich denke, diese Geschichte kann uns dazu ermutigen, die hoffnungsvolle und optimistische Perspektive wie Kaleb damals einzunehmen.

Der Glaube an Gottes Verheißungen bedeutet auch Hoffnung auf Gottes gute Zukunft.