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Hosea - Warum es mein Lieblingsbuch der Bibel ist
Wovon ich tief überzeugt bin: Das Alte Testament ist ein wunderbarer Schatz, um Gottes Herzschlag kennenzulernen.
Wie empfindet Gott?
Was ist Gott wichtig?
Wie ist Gott erfahrbar?
Das Buch Hosea umschreibt mit wirklich starken Bildern und eindrücklichen Formulierungen, wie Gott fühlt und handelt, was es zu einem Bibelbuch macht, welches einen wirklich in die Erzählung eintauchen lässt.
Ja, natürlich: Im Neuen Testament begegnet uns Jesus Christus als menschgewordener Gott und ist für uns dadurch besonders nahbar. Aber wenn du Gott und sein Wesen noch tiefer und allumfassender kennenlernen möchtest, dann ist das Alte Testament für dich unverzichtbar.
Hier fasse ich dir zusammen, was uns das Buch Hosea über Gottes Herz mitteilt, wodurch es absolut relevant für unsere persönliche Beziehung zu Gott ist. Nimm es als Ermutigung, auch einmal selbst Hosea zu lesen. Das Bibelbuch hat tatsächlich auch nur 14 Kapitel, die teilweise auch sehr kurz sind. Das Lesen „kostet“ dich also nicht allzu viel Zeit.
1. Gott kämpft um dich!
Das gesamte biblische Buch Hosea beschäftigt sich damit, dass sich das Volk Israel als Gottes erwähltes Volk immer wieder gegen Gott entschied. Egal, was Gott ihm alles Gutes getan hatte, sie hatten es scheinbar vergessen und schlugen falsche Wege ein. Das Fazit in Hosea bleibt dabei klar: Gott gibt dennoch nicht auf. Gott bleibt seinem Bund mit Israel treu, auch wenn Israel diesen immer wieder bricht. Der Prophet Hosea sollte dafür sinnbildlich explizit eine Prostituierte namens Gomer in Gottes Auftrag heiraten. Gomer stand für das Volk Israel, Hosea für Gott. Das Bild wird im Buch Hosea verwendet, um Gottes bestehende Liebe und Treue zu Israel zu verdeutlichen, selbst wenn das Volk den Bund bricht, wie eine Ehe durch Untreue gebrochen wird. Die Prostituierte wurde zur Ehefrau, wie im übertragenen Sinne Sünder zu Kindern Gottes werden.
Um Israels Herz zurückzuerobern, geht Gott außerordentliche Wege. Seit Jesu Tod und Auferstehung gilt der Bund Gottes nicht mehr nur dem Volk Israel, sondern allen Menschen, die sich für ein Leben mit Jesus Christus als ihrem Herrn und Retter entscheiden (vgl. 1. Johannes 3:1). Und so, wie Gott um die Beziehung zu seinem Volk Israel gekämpft hat, kämpft er auch um dein und mein Herz – als seine Kinder bis in die heutige Zeit.
2. Gott zeigt Emotionen!
Gott weint, Gott wird wütend, Gott liebt, Gott leidet. Im Buch Hosea wird auf eindrückliche Weise beschrieben, wie Gott fühlt und dabei auch Emotionen zeigt. Wenn man die Zeilen des Bibelbuches liest, zerbricht es einem selbst das Herz, wie sehr Gott unter der schwierigen Situation zwischen seinem Volk und sich litt. Es ist Gott also alles andere als egal, welche Entscheidungen du triffst und wie es dir damit geht. Die Konsequenzen unseres falschen Handelns, die wir tragen müssen, gehen Gott nahe. Er spürt unseren Schmerz und sehnt sich einfach nur danach, dass wir eine Entscheidung für ihn treffen. Immer und immer wieder. Auch dann, wenn wir eine Sekunde vorher noch so richtig versagt haben.
3. Gott ist unbesiegbar!
In einer Welt, die Gott immer mehr vergisst und in der man sich manchmal fragt: „Wo soll das alles noch hinführen?“, gibt das Buch Hosea die klare Botschaft, dass Gott heilig ist und bleibt und dass Gott sich nicht verspotten lässt.
Die Welt mag Gott vergessen haben, doch Gott hat die Welt nicht vergessen. Die Menschen mögen gegen Gott hetzen, doch sie können Gott damit nicht besiegen! Sie können sich so mächtig fühlen, wie sie wollen, Gott bleibt am Ende mächtiger! Sünde hat ihre Konsequenzen, aus Gottes Gnade heraus allerdings nur so lang, wie ein Mensch nicht zu Gott umkehrt.
Als Christ liest sich das Buch Hosea als Ermutigung, dass Gott in dieser Welt anwesend ist, auch wenn wir ihn nicht immer spüren, und dass Gott zuschaut. Er sieht all die Ungerechtigkeit und er wird, wie es besonders im Buch der Offenbarung im Neuen Testament verheißen ist, dem Leid in dieser Welt eines Tages final ein Ende setzen. Gott schaut nicht passiv zu. Er sieht hin und fühlt mit.
Zum Abschluss noch mein persönlicher Lieblingsvers aus dem Buch Hosea:
„Alles wollen wir tun, um ihn, den HERRN, zu erkennen! So sicher, wie morgens die Sonne aufgeht und im Herbst und Frühjahr der Regen die Erde tränkt, so gewiss wird er kommen und uns helfen.“ (Hosea 6:3)