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Impuls

Ungeteiltes Herz

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Hosea

Kapitel 9, Vers 1–​9

Israels Ende

1Du hast keinen Grund zur Freude, Israel! Du wirst nicht länger jubeln und Feste feiern wie die Völker ringsum! Denn du hast deinen Gott verlassen und läufst anderen Göttern nach, ja, du verkaufst dich an sie auf all deinen Dreschplätzen. 2Doch Getreide und Wein werden zu Ende gehen, und auch Most wird es nicht mehr geben. 3 Ihr werdet nicht in diesem Land bleiben, das der HERR euch gegeben hat: 4 Ihr Leute von Ephraim werdet nach Ägypten zurückkehren oder nach Assyrien verschleppt werden. Dort könnt ihr dem HERRN keine Trank- oder Schlachtopfer mehr darbringen. Denn alles, was ihr dort esst, ist unrein und wird euch unrein machen – wie Brot, das man in einem Trauerhaus verzehrt. Es stillt zwar euren Hunger, aber in den Tempel könnt ihr es nicht bringen. 5Wie wollt ihr dann eure Feste zu Ehren des HERRN feiern? 6Diejenigen von euch, die aus dem verwüsteten Land fliehen, werden in Ägypten den Tod finden und in Memfis begraben werden. Euer kostbares Silber wird von Unkraut überwuchert, und Dorngestrüpp wächst in euren Zelten. 7Die Zeit der Abrechnung ist gekommen; jetzt werdet ihr Israeliten für eure Taten bestraft! Ihr werdet schon sehen. Ihr sagt: »Der Prophet ist ein dummer Schwätzer, ja, der Mann ist von allen guten Geistern verlassen!« Weil ich eure große Schuld beim Namen nenne, bin ich euer Todfeind geworden. 8Doch Gott hat mich zu einem Propheten gemacht, damit ich euch warne. Ihr aber versucht, mich wie einen Vogel in die Falle zu locken! Wo ich gehe und stehe, seid ihr hinter mir her, sogar im Haus meines Gottes. 9Ihr seid durch und durch verdorben, wie damals die Leute von Gibea. Doch der Herr lässt euch nicht ungestraft davonkommen, sondern wird euch für eure Schuld zur Rechenschaft ziehen!

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Ein Prophet hatte die Aufgabe, im Namen Gottes zum Volk zu sprechen. Wenn das Volk in die Irre ging, hatte Hosea die dankbare Aufgabe, den Leuten den Spiegel vorzuhalten.

Der moralische Abwärtstrend des Volkes Israel setzte sich fort. Hosea kündigte ziemlich krasse Konsequenzen an, wenn es so weitergehen würde. Doch das Volk wollte nicht auf ihn hören.

"Der soll sich mal nicht so haben! Grundsätzlich passt es doch!"

Das Buch Hosea macht ziemlich deutlich, dass Gott es liebt, wenn unser Herz ungeteilt ihm gehört. Die Realität sieht jedoch manchmal eher wie ein zerstückelter Kuchen aus, von dem Gott ein Stück abbekommt.

Wie können wir ihm mehr vom Kuchen, ja am besten den ganzen abgeben? Ich glaube, das geht, indem wir ihn in jedem Bereich immer wieder neu einladen.

Wenn ich zum Beispiel auf mein Bankkonto zugreife, könnte es zur Gewohnheit werden, Gott zu bitten, auch in diesem Bereich Einfluss und Führung zu geben. Das ist nur ein Beispiel. Es gibt viele andere.

Der Weg zu einem ungeteilten Herzen ist ein lebenslanger Prozess mit Höhen und Tiefen und immer neuen Erkenntnissen. Er beginnt mit der Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann.

Diese Einsicht fehlte gegenwärtig beim Volk Israel.