Hosea
Kapitel 13, Vers 11–15
Dafür sorgt Gott
11Voller Zorn habe ich euch einen König gegeben, und voller Zorn habe ich ihn wieder weggenommen. 12Ephraim hat gegen mich gesündigt. Die Erinnerung daran bewahre ich sorgfältig auf! 13Israel ist wie ein Kind im Mutterleib, das sich vor der Geburt so dreht, dass es nicht zur Welt kommen kann. 14Soll ich sie vor dem Tod retten? Soll ich sie aus der Gewalt des Totenreichs erlösen? Nein! Der Tod soll sie dahinraffen, das Totenreich sie gefangen nehmen! Ich werde kein Mitleid mehr mit ihnen haben. 15Noch ist Ephraim wie ein fruchtbarer Garten unter seinen Bruderstämmen, doch der Feind wird kommen und ihn vernichten. Wie ein starker Ostwind, der aus der glühend heißen Wüste weht, die Brunnen austrocknet und die Quellen versiegen lässt, so wird der Feind über Ephraim herfallen. Er plündert die Schätze und raubt die kostbarsten Gegenstände. Dafür sorge ich, der HERR!
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Weitere Infos →Gott lässt nicht mit sich spielen. Die Israeliten wollten einen König haben und Gott schenkte ihnen diesen, ohne das selbst wirklich zu befürworten. Und dann nahm er ihnen den König wieder weg, auch dieses Mal mit Zorn, wie er es selbst in dieser Bibelstelle sagt. Die Beziehung von Gott zu seinem Volk Israel ist im Alten Testament immer wieder eine Geschichte der Aufs und Abs. Mal lief viel in der Beziehung rosig, und dann kam wieder der tiefe Schlag: Israel wandte sich immer wieder bewusst von Gott ab und suchte Rettung sowie Hilfe woanders.
Gott war hier offen und ehrlich. Er ließ seinen Emotionen Raum, drückte darin gleichzeitig seine tiefe Liebe zu Israel aus. Wenn wir jemanden nicht lieben, dann berührt uns sein Fehlverhalten auch nicht besonders. Erst wenn wir lieben, wollen wir das wirklich Beste für jemanden und kämpfen von Herzen für diese Person. Und das Beste für Israel ist nun einmal Gott.
Gott ist im Kontext der Bibel immer mal wieder wütend und ebenso traurig. Und doch, trotz all des Schlechten, gab Gott sein Volk nicht auf! Auch wenn es in diesen Versen so klingen mag. Gott kommt am Ende zum Ziel und wird sein Volk Israel nie aufgeben, sondern erlösen (vgl. Römer 11 im Neuen Testament). Gott setzte an dieser Stelle in Hosea keinen Punkt, sondern ein Komma. Wie so oft in unserem Leben.