STAYONFIRE

Impuls

Los geht’s mit Hosea

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Hosea

Kapitel 1, Vers 1–​9

Hoseas Familie als Bild für Israel

1In diesem Buch sind die Botschaften aufgeschrieben, die Hosea, der Sohn Beeris, vom HERRN empfing. Seinerzeit regierten in Juda nacheinander die Könige Usija, Jotam, Ahas und Hiskia. In Israel herrschte König Jerobeam, der Sohn von Joasch. 2Als der HERR zum ersten Mal zu Hosea sprach, befahl er ihm: »Such dir eine Hure und nimm sie zur Frau! Du sollst Kinder haben, die von einer Hure geboren wurden. Denn auch mein Volk ist wie eine Hure: Es ist mir untreu und läuft fremden Göttern nach.« 3Da gehorchte Hosea und heiratete Gomer, die Tochter von Diblajim. Sie wurde schwanger und brachte einen Jungen zur Welt. 4»Nenne deinen Sohn Jesreel«, sagte der HERR zu Hosea, »denn bald werde ich das Blutbad rächen, das König Jehu in Jesreel angerichtet hat. Ich werde seine Nachkommen bestrafen und dem Königreich Israel ein Ende machen. 5In der Ebene Jesreel werde ich die Heeresmacht der Israeliten zerbrechen.« 6Gomer wurde danach wieder schwanger und brachte ein Mädchen zur Welt. Da sagte Gott zu Hosea: »Nenne das Kind Lo-Ruhama (›Sie findet kein Erbarmen‹)! Denn ich habe kein Erbarmen mehr mit den Israeliten und werde ihre Schuld nicht länger vergeben! 7Aber mit den Judäern will ich Mitleid haben: Ich werde sie retten, doch ich gebrauche dazu keine Waffen, keine Bogen und Schwerter, Pferde und Reiter. Nein, ihre Hilfe kommt allein von mir, dem HERRN, ihrem Gott!« 8Als Gomer ihre Tochter Lo-Ruhama nicht mehr stillte, wurde sie ein drittes Mal schwanger und brachte einen Jungen zur Welt. 9Da sagte der Herr: »Er soll Lo-Ammi (›nicht mein Volk‹) heißen. Denn ihr seid nicht mehr mein Volk, und ich bin nicht mehr für euch da.

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Bei STAYONFIRE wollen wir gemeinsam tiefer in die Bibel eintauchen. Wir wollen nicht an der Oberfläche bleiben, sondern ebenso Bücher der Bibel lesen, die dir vielleicht sogar noch nie über den Weg gelaufen sind. Die Bibel ist als gesamtes Werk das Buch Gottes. Auch dieses eher unbekanntere Werk des Propheten Hosea gehört dazu.

Vielleicht erst mal eine kleine Einleitung zu Hosea, um das Gelesene besser zu verstehen: Der Prophet Hosea lebte im Volk Israel zu einer Zeit des Wohlstands. Gleichzeitig hatte sich Israel aber von Gott abgewandt. Sünde regierte in Israel. Hosea war von Gott beauftragt worden, sein Volk wieder zurück zu Gott zu führen. In den Kapiteln des Buches Hosea merkt man immer wieder deutlich, wie sehr Hosea mit Israel litt. Er wünschte sich nichts mehr, als dass Israel zu Gott umkehrte und damit ebenso dem Urteil Gottes entgehen konnte.

Propheten sprechen und wirken häufig in Bildern. Die Verse für heute beschreiben, wie sich Israel zur Verehrung fremder Götter (Heirat einer Prostituierten) hinreißen ließ und nun schlechte Früchte davontragen musste (die drei Geburten von Jesreel, Lo-Ruhama und Lo-Ammi mit ihren entsprechenden Namensbedeutungen für Israel).

Hosea wählte oft kräftige Ausdrücke, um den Zustand des Volkes und Gottes Denken darüber zu umschreiben. Es wird deutlich: Gott kämpfte um sein geliebtes Volk! Er schickte Warnungen und wollte sie für sich zurückgewinnen – egal, was sie getan hatten.