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Mein Spielermaterial

Mona Kleinfeldvon Mona Kleinfeld
Berufung
Mein Spielermaterial

Dem einen oder anderen mag bekannt sein, dass ich ein ziemlich großer Fußballfan bin und regelmäßig ins Stadion gehe. Umso besonderer für mich war die Heim-EM diesen Sommer. Viele Kommentatoren, Experten und ehemalige Fußballer haben in ihren Analysen den Ausdruck des Spielermaterials verwendet, um zu verdeutlichen, wie ein Kader funktioniert, begeben ist und was sich aus diesem herausholen lässt, um den Vergleich mit anderen Mannschaften herzustellen.

Schnell mag man sinnbildlich den Gedanken fassen, dass ich lediglich mit dem arbeiten kann, was mir gegeben ist. Sprich, der Kader, welchen ich trainiere, bildet die Basis für meine weiteren Schritte und für das, was die gemeinsame Vision bildet. Lass uns im Folgenden gern diesen Gedanken weiter ausführen.

Etablierte, alltägliche Geschäftsmodelle sind daraus entstanden, dass jemand die Vision und die Situation erkannt hat und den Willen hatte, diese umzusetzen. Egal, wie die Voraussetzungen dafür waren. Es mag Situationen in deinem Leben geben, in denen du denkst:

„Wie sollte ich so was jemals schaffen? Mir fehlen die Unterstützung, die finanziellen Mittel, der berufliche Fürsprecher. Wie soll ich dies umsetzen, wenn ich nur das hier habe?“

Gegebenenfalls hast du nicht die Kapazitäten, Möglichkeiten oder das Team zur Verfügung wie jemand anderes, doch du hast die Gedanken für ein Projekt und siehst etwas, was vor dir kaum jemand erkannt hat. Mir hilft es oftmals, solche Fragen in Ruhe für mich zu stellen. Denke mal daran, weshalb wir heute so ausführlich in der Apostelgeschichte lesen können. Die Apostel sind losgezogen, obwohl ihnen viele Mittel fehlten, welche wir heutzutage zur Verfügung hätten. Sie haben Unwettern und Anfeindungen getrotzt, um Menschen die Botschaft Jesu näherzubringen, und wussten dabei um Gottes Unterstützung auf ihren Wegen.

Auch wenn du seine Unterstützung oftmals nicht sehen magst, wird er dir den Weg bereiten. Lasst uns daran festhalten: Selbst, wenn es noch keine finale Lösung gibt, Gottes Unterstützung ist für dich. Gott hält die Antwort parat, bevor wir uns überhaupt Gedanken gemacht haben, die entsprechende Frage dazu zu stellen.

Du kannst dir vorstellen, dass dies selbstverständlich keine Aufforderung dazu ist, blind alles nach unserem Wohlgefallen durchzusetzen – gemäß der Annahme, dass Gott schon alles unterstützen würde. Stattdessen sollten und müssen wir uns Zeit nehmen und zuhören, was für uns nun wahrhaftig dran ist. Bewusst machen dürfen wir uns allerdings, dass, auch wenn wir nicht die notwendigen Voraussetzungen für die nächsten Schritte haben, wir mit Gott rechnen sollten.

Zurück zu unserer Fußballmannschaft: Auch der beste Kaderwert führt nicht immer zum besten Team, sondern es zählt das, was ich daraus mache. Es zählen die Vision, der Mut, welchen wir aufbringen, sowie der Wille, voranzugehen. Mein und dein Spielermaterial mögen nicht das beste sein, doch mit Gott trumpfen wir genau dann doch zu Höchstleistungen auf, wenn Leidenschaft und der Weg ersichtlich werden. Möglicherweise auch in Situationen, die zuvor noch niemand anders gesehen hat.