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Impuls

Achte auf dein Inneres

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Glaubensleben

Lukas

Kapitel 11, Vers 37–​44

DIE HEUCHELEI DER PHARISÄER

37Jesus sprach noch mit seinen Zuhörern, als er von einem Pharisäer zum Essen eingeladen wurde. Er ging mit und nahm am Tisch Platz. 38Entrüstet bemerkte der Gastgeber, dass sich Jesus vor dem Essen nicht die Hände gewaschen hatte, wie es bei den Juden vorgeschrieben war. 39Da sagte Jesus, der Herr, zu ihm: »Das passt zu euch, ihr Pharisäer! Ihr wascht eure Becher und Schüsseln von außen ab, aber ihr selber seid in eurem Innern voller Gier und Bosheit. 40Wie dumm ihr doch seid! Ihr wisst ganz genau, dass Gott beides geschaffen hat – Äußeres und Inneres. 41Gebt das, was in euren Bechern und Schüsseln ist, den Armen, dann seid ihr auch vor Gott rein! 42Wehe euch, ihr Pharisäer! Sogar von Küchenkräutern wie Minze und Raute und auch von allen anderen Gewürzen gebt ihr Gott den zehnten Teil. Aber das, was viel wichtiger wäre – Gerechtigkeit und die Liebe zu Gott –, ist euch gleichgültig. Doch gerade darum geht es hier: das Wesentliche tun und das andere nicht unterlassen. 43Wehe euch, ihr Pharisäer! In der Synagoge sitzt ihr am liebsten in der ersten Reihe, und es gefällt euch, wenn man euch auf der Straße ehrfurchtsvoll grüßt. 44Wehe euch! Wer mit euch zu tun hat, der weiß nicht, dass er sich verunreinigt. Denn ihr seid wie Gräber, die vom Gras überwuchert sind und über die man geht, ohne es zu wissen.«

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Jesus ließ sich von einem Pharisäer zum Essen einladen. Doch komischerweise wusch er sich zu Beginn des Mahls gar nicht die Hände. Heute wäre das vielleicht ein bisschen eklig, doch im damaligen Kontext stellte dies einen Verstoß gegen die religiöse Pflicht dar. Nun wunderte sich der Pharisäer über solch ein Verhalten. Jesus nutzte diese Gelegenheit, um auf das eigentliche Problem hinzuweisen. Nicht die ungewaschenen Hände sind das Problem, sondern die fehlende Reinigung des Inneren war entscheidend.

An dieser Stelle wird sehr deutlich, dass Jesus den Fokus auf das Innere des Pharisäers legt. Die echte religiöse Reinigung muss die inneren Gedanken, Absichten und Motivationen einschließen. Die Tiefen des eigenen Herzens müssen ebenfalls streng beobachtet werden und sind wie ein Becher, eine Schale oder eben die Hände vor dem Essen zu reinigen. Deshalb finden wir hier die Aufforderung, dass unser Innerstes Gott dargebracht werden soll (V. 41).

Schließlich wird diese Problematik durch die letzten drei Verse unterstrichen. Darin folgen sogenannte "Wehrufe". Sie drücken die Klage oder den Schmerz über die Verhaltensweisen der Pharisäer aus. Wer nur auf das Äußere bedacht ist, gleicht einer vermoderten Gruft. Deshalb ruft uns diese Geschichte zur aktiven Prüfung unseres eigenen Innenlebens auf. Wo benötigen wir innere Reinigung und wo sind wir nur auf Äußerlichkeiten bedacht?