STAYONFIRE

Impuls

Altar der Anbetung

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

2. Mose

Kapitel 20, Vers 22–​26

VORSCHRIFTEN FÜR ALTÄRE

22Der HERR sprach zu Mose: »Sag den Israeliten: Ihr habt selbst gesehen, wie ich vom Himmel her zu euch geredet habe. 23Macht euch keine Götterfiguren aus Silber oder Gold, die ihr außer mir noch verehrt! 24Errichtet stattdessen für mich einen Altar aus Erde und bringt auf ihm Schafe, Ziegen oder Rinder als Brand- und Friedensopfer dar! Ich selbst werde euch zeigen, wo ihr dies tun und mich anbeten sollt. Dann will ich zu euch kommen und euch segnen. 25Wenn ihr mir einen Altar aus Steinen errichtet, so verwendet dazu nur unbehauene Feldsteine. Denn ihr würdet den Altar entweihen, sobald ihr ihn mit dem Meißel bearbeitet. 26Baut den Altar ohne Stufen, damit man euch nicht unter das Gewand sehen kann, wenn ihr hinaufsteigt!«

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Die Israeliten wurden von ihrem Gott aufgefordert, allein ihn anzubeten. Sie hatten am Berg Sinai gesehen, wie mächtig und gewaltig der Herr zu ihnen gesprochen hatte (vgl. V. 22). Dieses Erleben sollte sie dazu bringen, allen selbst ernannten Götterfiguren den Rücken zu kehren (vgl. V. 23).

Wir lesen sind nicht zum ersten Mal davon, dass das Volk Israel Schwierigkeiten damit hatte, keine anderen Götter (für die benachbarten Kulturen war es gang und gäbe) anzubeten. Immer wieder scheiterten sie an dem gleichen Punkt.

Als Leser dieser Passagen können wir heute mit etwas Abstand auf die Geschichte gucken. Sie betrifft uns scheinbar nicht direkt: "Ach, diese Israeliten!", denken wir uns oft verurteilend. Dabei würde mich schon interessieren, was Gott im 21. Jahrhundert als Götzendienst bewertet. Vielleicht einfach das, was versucht, an Gottes Stelle zu treten. Hui! Da gäbe es in unserem Alltag wahrscheinlich sogar mehr als in dem Leben der Israeliten damals.

Gott lädt uns auch heute noch dazu ein, metaphorisch einen "Altar der Anbetung" zu bauen. Auf diesem Altar können wir Gott die Dinge bringen, die in unserem Leben zu wichtig geworden sind. Konkret? Vielleicht eine größere Spende, ein smartphone-freier Tag für Gott oder eine Pause von Gemeindediensten. Setze das ein, was für dich eine Gefahr bedeutet, zu einem Götzen zu werden.