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Impuls

Begegnung Auf Augenhöhe

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

1. Korinther

Kapitel 9, Vers 19–​27

KOMPROMISSLOSER EINSATZ

19Ich bin also frei und von niemandem abhängig. Aber um möglichst viele für Christus zu gewinnen, habe ich mich zum Sklaven aller Menschen gemacht. 20Damit ich die Juden für Christus gewinne, lebe ich wie ein Jude: Wo man alle Vorschriften des jüdischen Gesetzes genau befolgt, lebe ich auch danach, obwohl ich nicht mehr an sie gebunden bin. Denn ich möchte auch die Leute gewinnen, die sich dem Gesetz unterstellt haben. 21Bin ich aber bei Menschen, die dieses Gesetz nicht haben, dann passe ich mich ihnen genauso an, um sie für Christus zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich gegen Gottes Gebote stelle. Ich befolge das Gesetz, das Christus uns gegeben hat. 22Wenn ich mit Menschen zu tun habe, die arm und rechtlos sind, dann begebe ich mich mit ihnen auf eine Stufe, um sie für Christus zu gewinnen. Ich möchte mich allen gleichstellen, um auf jede erdenkliche Weise wenigstens einige Menschen zu retten. 23Dies alles tue ich für die rettende Botschaft, damit auch ich Anteil an dem Segen erhalte, den sie verspricht. 24Ihr kennt das doch: Von allen Läufern, die im Stadion zum Wettlauf starten, gewinnt nur einer den Siegeskranz. Lauft so, dass ihr ihn gewinnt! 25Wer im Wettkampf siegen will, setzt dafür alles ein. Ein Athlet verzichtet auf vieles, um zu gewinnen. Und wie schnell ist sein Siegeskranz verwelkt! Wir dagegen kämpfen um einen unvergänglichen Preis. 26Ich weiß genau, wofür ich mich mit aller Kraft einsetze. Ich laufe und habe dabei das Ziel klar vor Augen. Wenn ich kämpfe, geht mein Schlag nicht ins Leere. 27Ich gebe alles für diesen Sieg und hole das Letzte aus meinem Körper heraus. Er muss sich meinem Willen fügen. Denn ich will nicht andere zum Kampf des Glaubens auffordern und selbst als untauglich ausscheiden.

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Paulus gibt wirklich alles für seinen Auftrag! Er ist so begeistert vom Evangelium von Jesus Christus und davon, wie er selbst die Gnade Gottes für sein Leben entdeckt hat, dass er sich an die Umstände der Menschen anpasst, um diese für Jesus zu gewinnen. Dabei geht es jedoch nicht um Manipulation! Es geht nicht darum, Menschen "Honig ums Maul zu schmieren", um sie für den Glauben an Jesus Christus zu gewinnen, sondern es geht darum, die Lebenswelt der Menschen zu respektieren, denen man von Jesus erzählt. Paulus möchte die Leute mit ihren Ansichten und Kulturen nicht einfach übergehen, so nach dem Motto: "Hier bin ich! Ihr seid alle blöd, wenn ihr nicht an das glaubt, woran ich glaube." Ganz im Gegenteil! Paulus passt sich ihrer Lebenswelt an, aus Respekt und Liebe. Er weiß, dass es den Menschen auf diese Weise viel leichter fallen wird, sich für den Glauben an Jesus Christus zu öffnen. Und das, das weiß Paulus, ist das beste, was diesen Menschen in ihrem Leben überhaupt widerfahren kann. Gleichzeitig gibt Paulus aber auch eine klare Grenze vor: "Bin ich aber bei Menschen, die dieses Gesetz nicht haben, dann passe ich mich ihnen genauso an, um sie für Christus zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass ich mich gegen Gottes Gebote stelle. Ich befolge das Gesetz, das Christus uns gegeben hat." (V. 19) Die Dinge, die in der Lebenswelt derjenigen gegen die Gebote Gottes gehen, befolgt Paulus nicht. Denn Gott geht immer noch über jede Liebe und jeden Respekt gegenüber Menschen.

Ich glaube, in unserer Gesellschaft können wir es Paulus so einfach gleichtun. Dieser Text für heute hat solch eine alltägliche Relevanz! Möchte ich meinem Arbeitskollegen, Schulfreunden oder Kommilitonen vom Glauben an Jesus Christus erzählen, dann gehe ich in der Mittagspause eine Runde mit ihnen essen, um diese und ihre Lebenswelt besser kennenzulernen. Ich begegne ihnen auf Augenhöhe. Möchte ich einem Obdachlosen auf der Straße von Jesus erzählen, stelle ich mich nicht vor ihn hin und rede von oben herab auf ihn ein. Nein. Ich setze mich zu ihm. Auf den Boden. Fange ein Gespräch mit ihm an. Ich begegne ihm auf Augenhöhe. Wenn wir einen Menschen aus tatsächlicher Nächstenliebe für Jesus gewinnen wollen, dann wird solch ein respektvolles, liebenswertes und authentisches Verhalten selbstverständlich für uns werden. Bist du so mutig und bittest Gott heute, dir zu zeigen, wem du auf Augenhöhe begegnen darfst?