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Impuls

Beziehung Vor Dienst

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Römer

Kapitel 4, Vers 1–​12

ABRAHAM: DAS VORBILD

1-2Ich möchte das jetzt noch deutlicher machen. Wodurch konnte Abraham, der Stammvater unseres jüdischen Volkes, vor Gott bestehen? Wegen seiner guten Taten? Damit hätte er zwar bei den Menschen Ruhm und Ansehen gewinnen können, nicht aber bei Gott. 3In der Heiligen Schrift heißt es: »Abraham setzte sein ganzes Vertrauen auf Gott, und so fand er Gottes Anerkennung.« 4Es ist doch so: Wenn ich eine Arbeit leiste, habe ich Anspruch auf Lohn. Er ist kein Geschenk, sondern ich habe ihn mir verdient. 5Aber bei Gott ist das anders. Bei ihm werde ich nichts erreichen, wenn ich mich auf meine Taten berufe. Nur wenn ich Gott vertraue, der den Gottlosen von seiner Schuld freispricht, kann ich vor ihm bestehen. 6Davon hat schon König David gesprochen, als er den Menschen glücklich nannte, der von Gott ohne jede Gegenleistung angenommen wird. David sagte: 7»Glücklich sind alle, denen Gott ihr Unrecht vergeben und ihre Schuld zugedeckt hat! 8Glücklich ist der Mensch, dem der Herr seine Sünden nicht anrechnet.« 9Für uns ergibt sich hier die Frage: Gelten Davids Worte nur für die Juden oder auch für alle anderen? Wie gesagt, es heißt in der Heiligen Schrift: »Abraham setzte sein ganzes Vertrauen auf Gott, und so fand er Gottes Anerkennung.« 10Aber nun müssen wir genauer fragen: Wann fand Abraham die Anerkennung Gottes? War es vor oder nach seiner Beschneidung? Wir wissen, dass es vorher war. 11Denn Abrahams Beschneidung war ja gerade das äußere Zeichen und die Bestätigung dafür, dass er durch seinen Glauben Anerkennung bei Gott gefunden hatte. Und diese Anerkennung fand er, noch ehe er beschnitten war! Auf diese Weise ist Abraham zum Stammvater für alle Unbeschnittenen geworden, die allein wegen ihres Glaubens von Gott angenommen sind. 12Doch Abraham ist ebenso der Vater der Beschnittenen. Allerdings genügt die Beschneidung nicht, um zu seinen Nachkommen gezählt zu werden. Entscheidend ist vielmehr, dass wir seinem Beispiel folgen und denselben Glauben haben, den unser Vater Abraham schon vor seiner Beschneidung hatte.

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Paulus stellt klar heraus: „Wodurch konnte Abraham, der Stammvater unseres jüdischen Volkes, vor Gott bestehen? Wegen seiner guten Taten? Damit hätte er zwar bei den Menschen Ruhm und Ansehen gewinnen können, nicht aber bei Gott." (Vers 2) Durch die tollen Dinge, die wir Menschen vollbringen, bekommen wir leicht die Anerkennung von anderen Menschen. Aber diese menschliche Anerkennung ist nicht mit der Anerkennung von Gott zu verwechseln. Hier liegt anscheinend eine große Gefahr: Auf unsere guten Taten können wir uns nicht verlassen. Denn was vor den Menschen zählt, zählt nicht auch zwangsläufig vor Gott! Wie Paulus es auch schon in den vorherigen Kapiteln deutlich herausgestellt hat: Es ist allein der Glauben an Jesus Christus, der Menschen vor Gott bestehen lässt. Nur durch Glauben gewinnt ein Mensch die Anerkennung vor dem allmächtigen Gott.

Es ist absolut richtig, gute Werke zu vollbringen. Aber in meinem Eifer danach, möglichst viel für Gott zu tun, sollte ich meinen persönlichen Glauben nicht vernachlässigen. Investment in das eigene Glaubensleben ist für Gott absolut wertvoll und niemals vergeudete Zeit! Der Glaube an Jesus Christus geht für Gott vor allem anderen. Und auch für mich bedeutet das: Meine Beziehung zu Gott geht immer vor meinem Dienst!