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Impuls

Das Licht eines Lebensmoments

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

1. Mose

Kapitel 43, Vers 15–​25

DIE ZWEITE REISE NACH ÄGYPTEN

15Die Brüder nahmen die Geschenke und den doppelten Geldbetrag und zogen mit Benjamin nach Ägypten. Dort meldeten sie sich bei Josef. 16Als Josef sah, dass Benjamin dabei war, sagte er zu seinem Hausverwalter: »Diese Männer werden heute Mittag mit mir essen. Führe sie in meinen Palast, schlachte ein Tier und bereite ein gutes Essen vor!« 17Als der Verwalter die Brüder aufforderte, ihm in Josefs Palast zu folgen, 18erschraken sie. »Sicher werden wir dort hineingeführt, weil das Geld in unseren Säcken war!«, dachten sie. »Jetzt werden sie uns überwältigen, die Esel wegnehmen und uns zu Sklaven machen!« 19Am Eingang zum Palast sagten sie zu dem Verwalter: 20»Bitte, Herr, wir waren schon einmal hier, um Getreide zu kaufen. 21Auf dem Rückweg übernachteten wir in einer Herberge. Als wir dort unsere Getreidesäcke öffneten, lag in jedem das Geld, mit dem wir bezahlt hatten. Jetzt haben wir es wieder mitgebracht, 22zusammen mit neuem Geld, um noch einmal Getreide zu kaufen. Wir können wirklich nicht sagen, wer das Geld in unsere Säcke getan hat!« 23»Macht euch keine Sorgen, es ist alles in Ordnung«, beruhigte sie der Hausverwalter. »Euer Gott muss es heimlich hineingelegt haben, denn ich habe euer Geld bekommen!« Dann brachte er Simeon zu ihnen 24und führte sie in den Palast. Dort gab er ihnen Wasser, damit sie sich die Füße waschen konnten, und fütterte ihre Esel. 25Sie nutzten die Zeit, um ihre Geschenke für Josef zurechtzulegen; inzwischen hatten sie nämlich erfahren, dass sie mit ihm zu Mittag essen würden.

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Die Brüder sollten nun mit diesem mächtigen Mann, der beim letzten Mal das Getreide an sie verteilt hatte, prachtvoll essen. Er würde sie sogar zu sich nach Hause einladen. Dabei war das letzte Gespräch nicht gerade ein angenehmes gewesen … (vgl. 1. Mose 42:1-20). Und dazu kam noch: Josef hatte den Brüdern heimlich ihr bezahltes Geld für das gekaufte Getreide zurückgeben lassen. Die Brüder jedoch dachten, dass es sich um ein Missverständnis gehandelt hätte und sie nun auch noch wegen Geldbetrugs Ärger mit dem ihnen noch nicht vertraut erscheinenden, mächtigen Ägypter hatten. Doch die Angst wurde ihnen schnell genommen. Der Hausverwalter Josefs sprach ihnen zu: "Macht euch keine Sorgen, es ist alles in Ordnung. […] Euer Gott muss es heimlich hineingelegt haben, denn ich habe euer Geld bekommen!" [23]

Diese Aussage beruhigte die Brüder und sie stimmte: Josef hatte zwar das Geld an die Brüder zurückgeben lassen, aber das nur, weil Gott in Josefs Herzen augenscheinlich lebte. Gott schrieb durch Josef diese besondere Geschichte aus der Bibel, die wir hier in der App über mehrere Wochen lesen dürfen. Der Hausverwalter sprach von "eurem Gott". Er selbst kannte Gott nicht. Und doch schien in diesem Moment ein Licht von Gott auf. Wer weiß, wen deine Lebensmomente beim Beobachten dazu inspirieren, dass es "deinen" Gott eben doch geben muss …