Psalm
Kapitel 30, Vers 1–13
Vor dem sicheren Tod errettet
1Ein Lied von David. Es wurde zur Einweihung des Tempels gesungen. 2Ich will dich preisen, HERR, denn du hast mich aus der Tiefe heraufgezogen! Du hast meinen Feinden keinen Grund gegeben, sich über mein Unglück zu freuen. 3HERR, mein Gott! Zu dir schrie ich um Hilfe, und du hast mich geheilt. 4Ich war schon mehr tot als lebendig, doch du hast mich dem sicheren Tod entrissen und mir das Leben neu geschenkt. 5Singt dem HERRN eure Lieder, alle, die ihr treu zu ihm steht! Lobt ihn und bezeugt: Er ist der heilige Gott! 6Nur einen Augenblick streift uns sein Zorn, aber ein Leben lang währt seine Güte. Wenn wir am Abend noch weinen und traurig sind, so können wir am Morgen doch wieder vor Freude jubeln. 7Als es mir gut ging, dachte ich selbstzufrieden: »Was kann mir schon passieren?« 8Denn du, HERR, hattest mir Macht und Sicherheit verliehen, alles hatte ich deiner Güte zu verdanken. Dann aber hast du dich von mir abgewandt, und mich packte das Entsetzen. 9Ich flehte um Erbarmen und schrie zu dir: 10»Was hast du davon, wenn ich jetzt sterbe und man mich zu Grabe trägt? Kann ein Mensch dich noch loben, wenn er zu Staub zerfallen ist? Kann ein Toter noch von deiner Treue erzählen? 11Höre mich, HERR, und sei mir gnädig! HERR, komm du mir zu Hilfe!« 12Du hast mein Klagelied in einen Freudentanz verwandelt. Du hast mir die Trauerkleider ausgezogen und mich mit einem Festgewand bekleidet. 13Nun kann ich dich mit meinen Liedern loben, nie will ich verschweigen, was du für mich getan hast. Immer und ewig will ich dir danken, HERR, mein Gott!
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Weitere Infos →Als ich den Psalm las, dachte ich zuerst: Ist das Lied nicht zu persönlich, um es bei einer Tempeleinweihung zu singen? Müsste es nicht etwas "Allgemeineres" sein?
Und im zweiten Moment dachte ich: Nein!
Ist das nicht ein starker Beweis dafür, dass unser Zeugnis (die Geschichte, die Gott mit uns schreibt) zählt? Ist der christliche Glaube nicht immer im Leben erfahrbar?
Wie stark ist doch das Zeugnis Davids bei der Einweihung des Tempels!? Glaube ist kein Gebäude. Nicht nur theoretisch. Nicht allgemein. Glaube ist "persönliches erLEBEN". Und das bringt David so klar auf den Punkt!
Und schließlich dachte ich im dritten Moment: Ich muss den Menschen, die diesen Minuten-Impuls lesen, unbedingt sagen, dass ihre Glaubensgeschichte zählt!
Wenn Glaube keine tote Theorie ist, dann sind es die Lebensgeschichten, die diesem Glauben ein persönliches Gesicht geben. Damals bei der Tempeleinweihung, aber auch heute in deiner Schule, an deinem Campus, an deinem Arbeitsplatz, in deiner Familie oder in deiner Gemeinde. Erzähle deine Geschichte und mache den Glauben für deine Mitmenschen greifbar.