Apostelgeschichte
Kapitel 13, Vers 13–22
Mutig von Gott erzählen
13Danach verließen Paulus und seine Gefährten Paphos. Mit einem Schiff fuhren sie nach Perge in Pamphylien, wo sich Johannes Markus von ihnen trennte und nach Jerusalem zurückkehrte. 14Barnabas und Paulus zogen allein weiter nach Antiochia in Pisidien. Am Sabbat gingen sie dort in die Synagoge und nahmen unter den Gottesdienstbesuchern Platz. 15Nach der üblichen Lesung aus den Büchern von Mose und den Propheten ließen ihnen die Vorsteher der jüdischen Gemeinde ausrichten: »Liebe Brüder, wenn ihr ein ermutigendes Wort weitergeben wollt, dann könnt ihr das jetzt tun!« 16Da erhob sich Paulus, bat mit einer Handbewegung um Ruhe und begann: »Ihr Männer Israels, aber auch ihr andern alle, die ihr an den Gott Israels glaubt, hört mir zu! 17Er, der Gott unseres Volkes, hat unsere Vorfahren auserwählt und sie in Ägypten zu einem großen Volk werden lassen. Mit großer Macht führte er unser Volk von dort weg. 18Vierzig Jahre lang ertrug er sie auf ihrem Weg durch die Wüste. 19Und als Gott sieben Völker in Kanaan vernichtet hatte, gab er ihnen dieses Land als Besitz. 20Dies geschah etwa vierhundertfünzig Jahre nachdem unsere Vorfahren nach Ägypten gekommen waren. Dann erwählte Gott Männer, die das Volk führen sollten – die Richter; der letzte war Samuel, ein Prophet Gottes. 21Als das Volk daraufhin einen König haben wollte, gab Gott ihnen Saul, den Sohn von Kisch aus dem Stamm Benjamin. Saul regierte vierzig Jahre. 22Dann wandte sich Gott von ihm ab und machte David zum König über Israel. Von ihm sagte er: ›Ich habe David, den Sohn von Isai, gefunden, einen Mann, der mir Freude macht. Bei allem, was er tut, wird er auf mich hören.‹
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Weitere Infos →Im Neuen Testament begegnen wir immer wieder Situationen, in denen Menschen wie Paulus oder Stephanus Zeugnis von Gott gaben, indem sie die Geschichte des Alten Testaments erzählten und auslegten. Sie erinnerten an Gottes Handeln mit Israel, an Verheißungen, an Bundesschlüsse und an Gottes Treue über Generationen hinweg. Dadurch spannten sie einen großen Bogen, der letztlich auf Jesus Christus hindeutete und Gottes tiefe Liebe zu seinem Volk sichtbar machte.
Diese Art des Zeugnisses zeigt deutlich: Das Alte Testament ist kein überholtes Buch, sondern ein unverzichtbarer Schlüssel zum Verständnis von Gottes Charakter.
Dennoch begegne ich immer wieder Menschen, die der Meinung sind, das Alte Testament habe für Christinnen und Christen heute keine Bedeutung mehr. Es wirkt manchmal so, als hätte Gott einen ersten Plan mit Israel gehabt, der gescheitert sei, und als würde er nun einen völlig neuen Plan mit der restlichen Menschheit verfolgen.
Das glaube ich nicht. Auch Paulus machte deutlich, dass die gesamte Schrift für unser Leben mit Gott relevant ist. Gottes Plan ist ein durchgehender – und Jesus darin ist kein Bruch, sondern die Erfüllung. Schon im Alten Testament wird er sichtbar.