STAYONFIRE

Impuls

Die einzige Alternative

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Hebräer

Kapitel 7, Vers 1–​11

DAS JÜDISCHE PRIESTERTUM

1Melchisedek war König von Salem und ein Priester des höchsten Gottes. Als Abraham aus der Schlacht gegen die Könige siegreich zurückkehrte, ging ihm Melchisedek entgegen und segnete ihn. 2Abraham gab ihm damals den zehnten Teil seiner ganzen Kriegsbeute. Der Name Melchisedek bedeutet »König der Gerechtigkeit«. Er heißt aber auch König von Salem, das bedeutet »König des Friedens«. 3Weder der Vater noch die Mutter von Melchisedek sind bekannt, auch keiner seiner Vorfahren. Man weiß nicht, wann er geboren, auch nicht, wann er gestorben ist; sein Leben war gewissermaßen ohne Anfang und ohne Ende. Er gleicht dem Sohn Gottes und bleibt Priester für alle Zeit. 4Wie bedeutend muss dieser König und Priester sein, dem Abraham, der Stammvater Israels, den zehnten Teil seiner Siegesbeute übergab! 5Zwar haben die jüdischen Priester als Nachkommen von Levi ein Anrecht darauf, von den Angehörigen ihres Volkes den zehnten Teil vom Ernteertrag zu bekommen; und das, obwohl sie ihre Brüder sind und wie diese von Abraham abstammen. 6Melchisedek aber gehörte gar nicht zu Abrahams Volk. Dennoch nahm er den zehnten Teil der Beute an und segnete Abraham, dem Gott seine Zusagen gegeben hatte. 7Nun steht ohne jede Frage der Segnende über dem, der den Segen empfängt. 8Die jüdischen Priester, die den zehnten Teil der Ernte erhalten, sind sterbliche Menschen. Mit Melchisedek aber nahm einer den zehnten Teil entgegen, von dem die Heilige Schrift bezeugt, dass er lebt. 9Indem Abraham Melchisedek ein Zehntel der Beute gab, hat dies sozusagen auch Levi getan, obwohl er als Priester doch selbst den zehnten Teil empfängt. 10Zwar war Levi damals noch gar nicht geboren, aber bei Abrahams Begegnung mit Melchisedek stand schon fest, dass Levi zu Abrahams Nachkommen zählen würde. 11Das Priestertum der Leviten – und das Gesetz kennt nur dieses Priestertum – konnte uns offensichtlich nicht ans Ziel bringen und mit Gott versöhnen. Sonst hätte Gott doch nicht einen ganz anderen Priester vom Rang Melchisedeks zu uns schicken müssen. Dann hätte auch ein Priester vom Rang Aarons genügt.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

Zugegeben: Der Bibelabschnitt für heute spricht auf den ersten Blick nicht mehr so ganz in unsere heutige Lebenswelt, in die damalige jedoch sehr stark! Die Juden wuchsen damals mit dem Wissen auf, dass sie Priester benötigten, die von Gott eingesetzt wurden, um regelmäßig Opfer für die Sünden des Volkes Israel zu bringen. Das war die Realität für die Zeit des Alten Testaments – bis Jesus Christus stellvertretend die Schuld der ganzen Welt ein für alle Mal auf seine Schultern nahm und als einmaliges Opfer am Kreuz starb! (Vgl. dazu auch 1. Timotheus 2:5-6)

Wir leben zur Zeit des Neuen Testaments, quasi zwischen der Apostelgeschichte und dem vollen Eintreten der in der Offenbarung prophezeiten Ereignisse. Für uns ist dieser "perfekte Priester" Jesus Christus, wie er hier beschrieben ist, bereits ans Kreuz gegangen und gestorben. Wer ihn als Herrn und Retter annimmt, ist ein Kind Gottes geworden!

Wenn wir also solch einen Abschnitt wie den heutigen lesen, dann dürfen wir dankbar werden. Für das, was Jesus da am Kreuz für uns vollbracht hat! Wir sollten und dürfen nie vergessen, was die Alternative wäre: Ein Leben in ständiger Angst, Gott nicht zu genügen.