STAYONFIRE

Impuls

Die Erste

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Identität

Josua

Kapitel 2, Vers 15–​24

Abkommen mit Rahab

15Rahabs Haus lag direkt an der Stadtmauer. So konnte sie die Männer durch eines ihrer Fenster mit einem Seil hinunterlassen, um ihnen zur Flucht zu verhelfen. 16Sie riet ihnen: »Lauft erst ins Bergland, damit euch die Verfolger nicht finden! Versteckt euch dort drei Tage, bis sie zurückgekehrt sind. Danach geht, wohin ihr wollt.« 17Die beiden Männer sagten zu ihr: »Der Eid, den wir dir gegeben haben, bindet uns nur unter diesen Bedingungen: 18Wenn unsere Soldaten hier eintreffen, musst du das rote Seil, an dem du uns jetzt hinablässt, an dein Fenster binden. Und deine Eltern, deine Geschwister und alle Verwandten müssen hier bei dir im Haus sein. 19Jeder, der nach draußen geht, ist selbst verantwortlich für seinen Tod. Wer aber bei dir im Haus bleibt und trotzdem angegriffen wird, für den stehen wir mit unserem Leben ein. 20Solltest du uns aber verraten, ist unser Eid ungültig!« 21»Einverstanden«, antwortete Rahab. Dann half sie ihnen, ins Freie zu gelangen. Als sie fort waren, band Rahab das rote Seil ans Fenster. 22Die beiden Männer liefen ins Bergland und versteckten sich dort drei Tage. Ihre Verfolger suchten die ganze Strecke bis zum Jordan ab, fanden aber niemanden und kehrten schließlich nach Jericho zurück. 23Da verließen die beiden Israeliten ihr Versteck, stiegen von den Bergen herab und durchquerten die Jordan-Ebene. Als sie wieder bei Josua waren, berichteten sie ihm, was sie erlebt hatten. 24»Der HERR gibt das ganze Land in unsere Gewalt«, erklärten sie, »alle Menschen, die dort leben, haben große Angst vor uns.«

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Da war nun also Rahab, die als Prostituierte in der Stadt Jericho arbeitete. Bereits gestern haben wir im Minuten-Impuls von ihr gelesen. Sie war eine Heidin und keine Israelitin, kannte Gott also nicht. Sie hatte lediglich vom Volk Israel gehört, das einen so mächtigen Gott haben musste, der es aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte. Und dann standen die Spione, die der Israelit Josua im Namen Gottes ins Land geschickt hatte, vor ihr. Rahab fing tatsächlich an, an Gott zu glauben (die Bibelstelle dazu findest du im Vers 9 im Bibeltext für gestern). Rahab ließ ihrem neugewonnenen Glauben direkte Taten folgen: Sie half den israelitischen Spionen mit spezifischen Tipps aus ihrem Wissen über die Stadt, sodass sie von den Menschen in Jericho nicht angegriffen würden, sondern Gottes Plan, die Eroberung Jerichos, vollenden konnten. Rahab erlebte aus ihrem Glauben heraus Gottes Gnade und wurde vom Schicksal der übrigen Stadt verschont (vgl. V. 18-19).

Rahab war tatsächlich die erste Person, die als Heidin zum Glauben an den Gott der Bibel kam. Zudem lebte sie in großer Sünde, also so, wie es Gott gar nicht gefiel. Doch ihr Glaube errettete sie. Sie erlebte Gottes Gnade und Erlösung.

Das macht Rahab zur Vorgängerin und zum Sinnbild für Christen heutzutage, die Gott mitten (und überraschend) in ihrem Leben erleben und daraufhin seine Kinder werden.