4. Mose
Kapitel 16, Vers 25–35
Gott greift ein
25Mose stand auf und ging zu Datan und Abiram. Die Sippenoberhäupter Israels folgten ihm. 26Dann rief Mose den Israeliten zu: »Geht weg von den Zelten dieser gottlosen Menschen und fasst nichts an, was ihnen gehört, sonst kommt ihr mit ihnen um!« 27Da entfernten sich die Israeliten vom Lager der Aufrührer. Als Datan und Abiram aus ihren Zelten kamen und mit ihren Frauen und Kindern davorstanden, 28rief Mose: »Nun sollt ihr sehen, dass der HERR mich gesandt hat und ich nicht tue, was ich will, sondern was er will. 29Wenn diese Menschen in Frieden alt werden und sterben wie alle anderen, dann hat der HERR mich nicht gesandt. 30Wenn er aber etwas tut, was es noch nie gab, dann werdet ihr merken, dass sie den HERRN beleidigt haben. Ich sage euch: Der Erdboden wird sich öffnen und sie mit allem, was sie haben, verschlingen. Der HERR wird sie bei lebendigem Leib ins Totenreich hinabreißen.« 31Kaum hatte Mose das gesagt, da spaltete sich die Erde genau an der Stelle, wo die Aufrührer standen. 32Der Boden öffnete sich und verschlang Datan, Abiram und alle Anhänger Korachs mit ihren Familien und ihrem ganzen Besitz. 33Bei lebendigem Leib wurden sie ins Totenreich hinabgerissen und von der Erde begraben, die sich über ihnen wieder schloss. So verschwanden sie mitten aus ihrem Volk. 34Als die anderen Israeliten ihre Todesschreie hörten, flohen sie nach allen Seiten und riefen: »Weg von hier! Sonst verschlingt die Erde auch uns!« 35Im selben Moment ging ein Feuer vom HERRN aus und verbrannte die 250 Männer, die ihm Weihrauch darbringen wollten.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Das Alte Testament enthält verschiedene Berichte, die sehr fremd für uns wirken. Gott brachte hier auf einen Schlag über 250 Menschen um. Sie wurden lebendig begraben und vom Erdboden verschluckt. Eine dramatische Tötung. Was sollte das Ganze?
Wie wir schon in den vergangenen Tagen gelesen haben, befinden wir uns mitten in einer Verschwörung. Gott hatte die priesterliche Leitung eingesetzt (vgl. Kap. 3 & 4), um das Zusammenleben zwischen dem Volk und ihm zu erleichtern. Dieses Miteinander war nun durch eine Gruppe bedroht, da diese versuchte, gegen diese Leitung vorzugehen.
Es geht also um etwas ganz Grundlegendes. Wenn gegen Gottes Führung und Leitung – in Person von Mose und Aaron – gehetzt wurde, dann war in diesem Fall das ganze Volk Gottes in Gefahr. Wir sehen es im Laufe des Alten Testaments immer wieder: In den Momenten, wenn es an göttlicher Leitung im Volk fehlte, geschahen ganz viel Chaos und Sünde.
Deshalb war Gott richtig sauer. So sauer, dass er eigentlich das ganze Volk vernichten wollte. Glücklicherweise konnten Mose und Aaron dies verhindern. Sie traten für ihr Volk ein und konnten das Unheil abwenden, doch Korach und seine Bande traf das Gericht. Gott musste wohl so dramatisch eingreifen, um einerseits das Böse aus der Mitte des Volkes zu verbannen und andererseits die Autorität von Mose und Aaron zu bestätigen.