STAYONFIRE

Impuls

Ehebruch und Mord

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Liebe

2. Samuel

Kapitel 11, Vers 14–​27

Uria muss sterben

14Am nächsten Morgen schrieb David einen Brief an Joab und gab ihn Uria mit. 15Darin befahl er seinem Heerführer: »Stell Uria an die vorderste Front, wo der Kampf am härtesten tobt! Keiner von euch soll ihm Deckung geben. Zieht euch mitten in der Schlacht von ihm zurück, damit er getroffen wird und stirbt.« 16Joab hatte die Feinde in der belagerten Stadt schon länger beobachtet, und so wusste er, wo ihre gefährlichsten Leute standen. Genau dort setzte er Uria ein. 17Als nun die Ammoniter aus der Stadt herausstürmten und angriffen, wurden einige Israeliten getötet, und auch der Hetiter Uria war unter den Gefallenen. 18Joab ließ David über den Ablauf des Kampfes genau unterrichten. 19Er sagte dem Boten, der die Nachricht überbringen sollte: »Wenn du dem König über das Geschehene berichtest, 20wird er vielleicht zornig und hält dir vor: ›Warum seid ihr so nah an die Stadtmauer herangerückt? Habt ihr denn nicht daran gedacht, dass die Feinde von der Mauer aus auf euch schießen würden? 21Wisst ihr nicht mehr, wie es damals in Tebez Gideons Sohn Abimelech erging? Von einer Frau wurde er umgebracht! Sie warf von der Mauer der Festung einen Mühlstein und erschlug ihn damit. Warum also habt ihr so nahe an der Stadtmauer gekämpft?‹ Wenn David dir solche Vorwürfe macht, dann erwidere ihm, dass auch der Hetiter Uria gefallen ist.« 22Der Bote machte sich auf den Weg und ging in Jerusalem sofort zum König. Er richtete David alles aus, was Joab ihm aufgetragen hatte. 23»Die Feinde waren stärker als wir«, erzählte er, »sie stürmten aus der Stadt und griffen uns auf freiem Feld an. Wir konnten sie bis unmittelbar vor die Tore der Stadt zurückdrängen. 24Doch da schossen die Bogenschützen von der Mauer auf uns herunter. Einige deiner Soldaten wurden tödlich getroffen. Auch der Hetiter Uria ist gefallen.« 25Da antwortete David: »Geh zurück und melde Joab: ›Lass dich durch diese Niederlage nicht entmutigen! Der Krieg ist eben so grausam: Mal trifft es diesen, mal jenen. Kämpfe entschlossen weiter gegen die Stadt, bis du sie zerstört hast.‹ Mit diesen Worten sollst du Joab aufmuntern!« 26Als Batseba hörte, dass Uria gefallen war, hielt sie die Totenklage für ihren Mann. 27Gleich nach der Trauerzeit ließ David sie zu sich in den Palast holen und heiratete sie. Bald darauf brachte sie einen Sohn zur Welt. Der HERR aber verabscheute, was David getan hatte.

© Biblica, Inc.

Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.

“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.

Weitere Infos →

David wurde als ein Mann nach dem Herzen Gottes beschrieben. War er das wirklich? Im vorigen Abschnitt haben wir gelesen, wie David mit Batseba Ehebruch beging. Als er davon erfuhr, dass Batseba von ihm schwanger war, versuchte er, dies zu vertuschen. Sein Plan scheiterte. Was darauf folgte, war ein Mord der grausamsten Art.

David räumte Uria, den Mann von Batseba, aus dem Weg und nahm sie selbst zur Frau.

Dieser Schritt war womöglich einer der größten Fehler Davids.

Wie kommt es, dass David dennoch ein Mann nach dem Herzen Gottes genannt wird, und was kann der Fehler Davids für uns heute bedeuten?

  1. Gottes Ausschlusskriterium sind nicht Fehler, sondern fehlende Einsicht und Umkehr. Sei gespannt, wie es mit David weitergeht.

  2. Die großen Persönlichkeiten der Bibel kämpften wie wir mit der Sünde und den Versuchungen des Lebens. Und wenn David scheiterte, dann scheitern auch wir immer wieder.

  3. Wir alle haben gute Gründe, demütig zu sein. Jeder kämpft seinen eigenen Kampf. Es ist leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Lasst uns stattdessen auf Jesus zeigen und seine Vergebung annehmen.

All das nehme ich aus dieser verrückten Geschichte mit. Wie dankbar bin ich für die knallharte Ehrlichkeit der Bibel. Sie malt keine Idole. Sie erzählt von Menschen wie dir und mir. Fehlerhaft und doch geliebt.