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Impuls

Ein ewiges Hin und Her?

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

Psalm

Kapitel 78, Vers 56–​66

Gott erhebt sich

56Doch erneut forderten sie Gott, den Höchsten, heraus und lehnten sich wieder einmal gegen ihn auf. Seine Gebote waren ihnen gleichgültig. 57Sie wandten sich von ihm ab und verließen ihn treulos wie schon ihre Vorfahren; sie waren unzuverlässig wie ein schlaffer Bogen, mit dem man nicht schießen kann. 58Sie erzürnten Gott, indem sie auf den Bergen Opferstätten für fremde Götter errichteten; mit ihren Götzenbildern reizten sie ihn zum Zorn. 59Ja, er geriet außer sich vor Zorn und gab Israel völlig auf. 60Er verließ sein Heiligtum in Silo – das Zelt, in dem er den Menschen nahe gewesen war. 61Die Bundeslade, das Zeichen seiner Macht und Ehre, gab er in die Hände der Feinde. 62Er war zornig über sein Volk und lieferte es dem Schwert der Gegner aus. 63Die jungen Männer kamen im Feuer um, den Mädchen sang man kein Hochzeitslied mehr. 64Die Priester wurden mit dem Schwert getötet, ihre Witwen durften nicht einmal die Totenklage anstimmen. 65Doch dann erhob sich der HERR, als hätte er geschlafen; er stand auf wie ein starker Krieger, der aus seinem Rausch erwacht. 66Er schlug seine Feinde in die Flucht und machte sie für alle Zeiten zum Gespött.

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Das Alte Testament der Bibel ist voll von Erzählungen des "Hin und Her" des Volkes Israel mit Gott. Immer wieder scheiterte Israel. Immer wieder wandte Gott sich Israel zu. Immer wieder zeigten die Israeliten Reue. Doch dieses Szenario ging daraufhin immer wieder von vorn los, wie wir es auch im heutigen Psalm lesen.

Bis Jesus starb und wieder auferstand. Wer nun an Jesus glaubt, steht vor Gott als heilig dar. Der Zorn Gottes ergeht nicht mehr über ihn, wenn er einen Fehler macht. Er ist zu einem Kind Gottes geworden.

Noch ein weiterer Gedanke zu diesem Vers:

"Sie wandten sich von ihm ab und verließen ihn treulos wie schon ihre Vorfahren; sie waren unzuverlässig wie ein schlaffer Bogen, mit dem man nicht schießen kann." [57]

Selbst wenn wir heute Kinder Gottes sein können, inklusive all der Privilegien vor Gott, die das mit sich bringt, ist nicht alles "gut", was wir tun. Dieses Bild eines "schlaffen Bogens", den man zum Schießen nicht mehr gebrauchen kann, ist treffend dafür, dass wir Gott nach wie vor oft aus dem Blick verlieren. Ich möchte kein "schlaffer Bogen" sein, den Gott nicht gebrauchen kann. Dafür hat Gott zu viel für mich getan. Lies dir mal diesen Blogbeitrag von uns hier in der Mediathek durch: "Ansprechbar: Was meint die Bibel mit dem Begriff ‚Heiligung‘?"