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Impuls

Ein König wird gekrönt

Lucas Pöpelvon Lucas Pöpel
Hoffnung

Johannes

Kapitel 19, Vers 17–​37

JESU KREUZIGUNG UND TOD

17und er trug selber das Kreuz und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf Hebräisch Golgatha. 18Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, Jesus aber in der Mitte. 19Pilatus aber schrieb eine Aufschrift und setzte sie auf das Kreuz; und es war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden König. 20Diese Aufschrift lasen viele Juden, denn die Stätte, wo Jesus gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt. Und es war geschrieben in hebräischer, lateinischer und griechischer Sprache. 21Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: Der Juden König, sondern dass er gesagt hat: Ich bin der Juden König. 22Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich geschrieben. 23Die Soldaten aber, da sie Jesus gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider und machten vier Teile, für jeden Soldaten einen Teil, dazu auch den Rock. Der aber war ungenäht, von oben an gewebt in einem Stück. 24Da sprachen sie untereinander: Lasst uns den nicht zerteilen, sondern darum losen, wem er gehören soll. So sollte die Schrift erfüllt werden, die sagt (Psalm 22,19): »Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und haben über mein Gewand das Los geworfen.« Das taten die Soldaten. 25Es standen aber bei dem Kreuz Jesu seine Mutter und seiner Mutter Schwester, Maria, die Frau des Klopas, und Maria Magdalena. 26Als nun Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Frau, siehe, das ist dein Sohn! 27Danach spricht er zu dem Jünger: Siehe, das ist deine Mutter! Und von der Stunde an nahm sie der Jünger zu sich. 28Danach, als Jesus wusste, dass schon alles vollbracht war, spricht er, damit die Schrift erfüllt würde: Mich dürstet. 29Da stand ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten ihm den an den Mund. 30Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht. Und neigte das Haupt und verschied. 31Weil es aber Rüsttag war und die Leichname nicht am Kreuz bleiben sollten den Sabbat über – denn dieser Sabbat war ein hoher Festtag –, baten die Juden Pilatus, dass ihnen die Beine gebrochen und sie abgenommen würden. 32Da kamen die Soldaten und brachen dem ersten die Beine und auch dem andern, der mit ihm gekreuzigt war. 33Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, dass er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht; 34sondern einer der Soldaten stieß mit einer Lanze in seine Seite, und sogleich kam Blut und Wasser heraus. 35Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr, und er weiß, dass er die Wahrheit sagt, damit auch ihr glaubt. 36Denn das ist geschehen, damit die Schrift erfüllt würde (2. Mose 12,46): »Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen.« 37Und ein anderes Schriftwort sagt (Sacharja 12,10): »Sie werden auf den sehen, den sie durchbohrt haben.«

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Im Louvre (Paris) hängt ein riesiges Gemälde der Kaiserkrönung von Napoleon. Es strotzt nur so von Reichtum und Prunk. Wenn wir an die Krönung eines Königs denken, dann haben wir eine solche Szene vor Augen: ein Schloss, verziert mit Gold und gefüllt mit Würdenträgern. Wenn du jetzt mit diesem Blick auf unseren heutigen Text schaust, dann erschrickt man schon fast. Ich würde mich fragen, was das für ein erbärmlicher und armer König ist. Da wird einer ans Kreuz genagelt und über ihm prangert doch tatsächlich ein Königstitel. Die Person wird durch diesen grausamen Tod anscheinend erhöht! Wir scheinen uns also tatsächlich in einer Krönungszeremonie zu befinden. Dennoch bleibt das Gefühl: Irgendetwas läuft hier doch falsch ...

In Johannes 3:14-17 wird deutlich, weshalb dieser Jesus Christus eigentlich gekreuzigt wurde. Dort wird beschrieben, dass der Menschensohn erhöht werden muss, damit jeder Glaubende ewiges Leben erhält. Der Hintergrund des Textes ist eine ziemlich komische Situation (4. Mose 21:5-8). Mose soll einen Schlangenstab bauen und ganz hoch aufrichten, damit jede vergiftete Person durch den Blick in die Augen der Schlange geheilt wird. Jesus wird als unser König am Kreuz gekrönt und hoch aufgerichtet, damit wir durch seine Tat die allumfassende Heilung erleben dürfen: das ewige Leben. Das ist Karfreitag. Schau auf das Kreuz.