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Impuls

Ein Kriegsgott?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

4. Mose

Kapitel 21, Vers 1–​3

Der König von Arad greift ein

1Der König von Arad im Süden Kanaans hörte, dass die Israeliten auf dem Weg nach Atarim herankamen. Er griff sie mit seinem Heer an und nahm etliche von ihnen gefangen. 2Da legten die Israeliten vor dem HERRN ein Gelübde ab: »Wenn du dieses Volk in unsere Gewalt gibst, werden wir an ihren Städten dein Urteil vollstrecken.« 3Der HERR erhörte sie und gab ihnen den Sieg über die Kanaaniter. Die Israeliten töteten ihre Feinde und zerstörten deren Städte. Den Ort des Kampfes nennt man daher Horma (»Vernichtung«).

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Das Volk Israel wurde vom Land Arad im Süden angegriffen. Wie es heißt, nahm der König von Arad "etliche von ihnen gefangen." [1] Erst durch ein Gelübde, welches die Israeliten ihrem Gott versprachen, gewann das Volk Israel wieder die Oberhand über Arad (vgl. V. 2-3).

Schön für Israel, doch herausfordernd für mein Gottesbild. Ich weiß nicht, wie es dir geht, doch in mir kommt die Frage auf, weshalb Gott im Alten Testament "scheinbar" Krieg führte. Glaube ich an einen gewalttätigen Kriegsgott? In Vorbereitung auf diesen Minuten-Impuls musste ich lernen, eine Perspektive einzunehmen. Wir glauben an einen Gott, der in unserer Gegenwart und Realität wirkt.

Nun stellt sich die Frage, in welcher Realität das Volk Israel lebte? Historisch kann man sagen, dass die Region um Kanaan stets umkämpft war. Die Realität, in die Gott also hineinwirkte, war Krieg. Und auch die Perspektive, durch die das Volk Israel seinen Gott sah, war oft Krieg:

"Wir sind ein kleines, unbedeutendes Volk, doch unser starker Gott geht mit uns."

Nichts anderes machen wir bis heute mit unseren "Realitäten". Und tatsächlich glaube ich, dass Gott sich darauf einlässt. Er wirkt nicht unabhängig von Kultur und Kontext. Und dennoch bleibt er damals, heute und bis in alle Ewigkeit derselbe.

Natürlich ist das keine allumfassende Antwort, aber zumindest mal ein Minuten-Impuls.