Daniel
Kapitel 4, Vers 26–34
Weise Erkenntnis
26Ein Jahr später ging ich auf dem Dach meines Palasts auf und ab. 27Dabei dachte ich: »Da zu meinen Füßen liegt Babylon, die herrliche Stadt! Mir zu Ehren zeigt sie ihre ganze Pracht. Ich habe sie zu meiner Residenz ausgebaut, denn ich bin ein großer und mächtiger König!« 28Noch während ich dies dachte, hörte ich eine Stimme vom Himmel: »König Nebukadnezar, lass dir sagen: Deine Herrschaft ist zu Ende! 29Die Menschen werden dich verstoßen, unter wilden Tieren musst du hausen und Gras fressen wie ein Rind. Erst wenn sieben Zeiträume vergangen sind, wirst du erkennen: Der höchste Gott ist Herr über alle Königreiche der Welt, er vertraut die Herrschaft an, wem er will.« 30Sofort erfüllte sich diese Ankündigung: Ich wurde aus der menschlichen Gemeinschaft verstoßen und fraß Gras wie ein Rind. Ich wurde vom Tau durchnässt, mein Haar war bald so lang wie Adlerfedern und meine Nägel wie Vogelkrallen. 31Als die lange Zeit schließlich zu Ende ging, schaute ich hilfesuchend zum Himmel empor, und da erlangte ich meinen Verstand wieder. Ich pries den höchsten Gott, ich lobte den, der ewig lebt. Seine Herrschaft hört niemals auf, sein Reich bleibt für alle Zeiten bestehen. 32Die Bewohner dieser Erde sind nichts im Vergleich zu ihm. Alle Menschen, ja sogar die Mächte des Himmels müssen sich seinem Willen beugen! Niemand kann sich ihm widersetzen und ihn fragen: »Was tust du da?« 33Als ich wieder bei Verstand war, erhielt ich meine königliche Würde, Ehre und Anerkennung zurück. Meine obersten Beamten und die führenden Männer meines Reiches kamen zu mir und setzten mich wieder als König ein. Ich wurde noch berühmter und angesehener als zuvor. 34Nun lobe und preise ich, Nebukadnezar, den König, der im Himmel regiert. Ihm gebe ich die Ehre! Er ist zuverlässig und gerecht in allem, was er tut. Wer aber stolz und überheblich ist, den kann er stürzen.
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Weitere Infos →König Nebukadnezar hatte eine Gotteserfahrung. Er folgte jahrelang falschen Göttern nach und kam zu großer Macht in seinem Volk. Er überging jegliche Gebote des einen wahren Gottes und widersetzte sich ihm immer wieder. Und dann passierte es: Gott entthronte ihn. Nebukadnezar wurde seiner Macht, ja sogar seines Verstandes entledigt. Ganz schön krass. Und ziemlich eindrücklich.
Nebukadnezar erkannte Folgendes danach ganz deutlich:
"Nun lobe und preise ich, Nebukadnezar, den König, der im Himmel regiert. Ihm gebe ich die Ehre! Er ist zuverlässig und gerecht in allem, was er tut. Wer aber stolz und überheblich ist, den kann er stürzen." [34]
Und genau diese Weisheit können wir uns aus der Bibelstelle für unser heutiges Leben mitnehmen: Gott erhöht diejenigen, die zu ihm rufen. Gleichzeitig kann Gott alle jederzeit erniedrigen, die sich ihm entgegenstellen. Wir Menschen bleiben immer nur Menschen. Mächtige auf dieser Erde haben es vielleicht nicht begriffen, doch am Ende hat Gott immer das letzte Wort. Und Gott allein wird am Ende über alles richten, auch über ihre Regierungsweise. Und wenn wir selbst hochmütig sind und nichts von Gott in unserem Leben wissen wollen, wird es auch Konsequenzen haben. Wie dankbar darf daher jeder sein, der Gott kennt und der sich mit seinem Leben für Jesus entschieden hat.