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Impuls

Erinnerung an Gottes Wunder

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Johannes

Kapitel 12, Vers 1–​11

EIN VERMÖGEN FÜR JESUS

1Sechs Tage vor Beginn des Passahfestes kam Jesus wieder nach Betanien, wo er Lazarus von den Toten auferweckt hatte. 2Jesus zu Ehren hatte man dort ein Festmahl vorbereitet. Marta half beim Bedienen, während Lazarus unter den Gästen war, die mit Jesus aßen. 3Da nahm Maria ein Fläschchen mit reinem, kostbarem Nardenöl, goss es über die Füße von Jesus und trocknete sie mit ihrem Haar. Der Duft des Öls erfüllte das ganze Haus. 4Aber einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, meinte entrüstet: 5»Das Öl hätte man besser für 300 Silberstücke verkauft und das Geld den Armen gegeben.« 6In Wirklichkeit ging es ihm aber nicht um die Armen, sondern um das Geld. Er verwaltete die gemeinsame Kasse und hatte schon oft etwas für sich selbst daraus genommen. 7Jesus erwiderte: »Lass sie! Maria hat damit nur die Salbung für mein Begräbnis vorweggenommen. 8Arme, die eure Hilfe nötig haben, wird es immer geben, ich dagegen bin nicht mehr lange bei euch.« 9Als sich herumgesprochen hatte, wo Jesus war, liefen viele Menschen nach Betanien. Sie kamen nicht nur, um Jesus zu sehen, sondern auch wegen Lazarus, den Jesus von den Toten auferweckt hatte. 10Da beschlossen die obersten Priester, auch Lazarus zu töten; 11denn seinetwegen kamen viele Juden nach Betanien und glaubten an Jesus.

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Wenn ich in der Vergangenheit den Abschnitt aus Johannes 12 gelesen habe, richtete sich mein Fokus meist auf die Diskussion zwischen Judas, Maria und Jesus über das kostbare Öl. Was mir heute ganz neu in den Blick gefallen ist, ist (wahrscheinlich einer) der Auslöser, weshalb Maria Jesus mit diesem kostbaren Öl salbte: Lazarus, der eigentlich tot gewesen war, war unter den Feiergästen (vgl. V. 2).

Ganz sicher erinnerte Maria sich an all den Schmerz und die Trauer, die Jesus ihr durch die Auferstehung ihres Bruders genommen hatte. Die Erinnerung daran führte Maria in die Anbetung.

Vielleicht erinnerst du dich auch an Momente in deinem Leben, in denen Gott eingriffen hat und Schlimmes von dir abgewendet hat. Vielleicht hattest du zuvor sogar inständig dafür gebetet und dann geschah das Wunder bzw. blieb die schlimme Prognose aus. Sehr oft passiert es dann jedoch, dass wir schnell zur Tagesordnung übergehen: "Glück gehabt, weiter geht's!"

Marias Erinnerung an Jesu Wirken dagegen führte sie in die Anbetung. Ja, der Alltag ging weiter, doch sie konnte Jesus nicht genug dafür danken, was er für Lazarus und die Geschwister getan hatte. Ihre Anbetung war verschwenderisch. Ich möchte dich heute dazu einladen, Gottes Zeichen in der Vergangenheit als Anlass für deine Anbetung in der Gegenwart zu nehmen.