STAYONFIRE

Impuls

Aufschlussreiches Ablenkungsmanöver

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

Johannes

Kapitel 4, Vers 16–​26

MEHR ALS EIN PROPHET

16Jesus entgegnete: »Geh und ruf deinen Mann. Dann kommt beide hierher!« 17»Ich bin nicht verheiratet«, wandte die Frau ein. »Das stimmt«, erwiderte Jesus, »verheiratet bist du nicht. 18Fünf Männer hast du gehabt, und der, mit dem du jetzt zusammenlebst, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesagt.« 19Erstaunt sagte die Frau: »Ich sehe, Herr, du bist ein Prophet! 20Kannst du mir dann eine Frage beantworten? Unsere Vorfahren haben Gott auf diesem Berg dort angebetet. Warum also behauptet ihr Juden, man könne Gott nur in Jerusalem anbeten?« 21Jesus antwortete: »Glaub mir, die Zeit kommt, in der ihr Gott, den Vater, weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet. 22Ihr wisst ja nicht einmal, wer der ist, den ihr anbetet. Wir aber wissen, zu wem wir beten. Denn das Heil der Welt kommt von den Juden. 23Doch es kommt die Zeit – ja, sie ist schon da –, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden. 24Denn Gott ist Geist. Und wer Gott anbeten will, muss von seinem Geist erfüllt sein und in seiner Wahrheit leben.« 25Die Frau entgegnete: »Ja, ich weiß, dass einmal der Messias kommen soll, der von Gott versprochene Retter.« – Auf Griechisch nennt man ihn auch den Christus. – »Wenn dieser kommt, wird er uns das alles erklären.« 26Da sagte Jesus: »Du sprichst mit ihm. Ich bin es.«

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Jesu Gesprächsführung ist bemerkenswert. Er forderte die Frau auf, ihren Mann zu holen, obwohl er wusste, dass die Frau aktuell keinen "offiziellen" Mann hatte. Jesus konfrontierte weiter, indem er ihre fragwürdige Story rekapituliert (vgl. V. 18). Nicht verwunderlich also, dass die Frau direkt versuchte, das Gespräch durch eine Frage über Anbetung in eine andere Richtung zu lenken. Dabei wollte Jesus die Frau nicht verurteilen. Er wollte sie retten.

Jesus ging auf ihr Ablenkungsmanöver ein und sprach mit ihr über eine Zeit, in der überall auf der Welt Menschen den Vater unabhängig vom Ort anbeten würden. Das war absolut revolutionär. Brauchte es dafür nicht den Tempel und die Gegenwart Gottes?

Schon, doch Jesus beabsichtigte durch seinen Opfertod am Kreuz aus jedem von uns einen Tempel des Geistes zu machen. Menschen, in denen Gottes Geist wohnt und seine Wahrheit lebt. So würde es nicht mehr um den Ort der Anbetung, sondern vielmehr um den Menschen, der die Anbetung ausspricht, gehen: "Wer Gott anbeten will, muss von seinem Geist erfüllt sein und in seiner Wahrheit leben." [24]

Erst durch Jesus wurde das möglich, was für uns selbstverständlich ist. Anbetung in der Gegenwart Gottes. Dort, wo wir stehen. So, wie wir gerade sind. Hast du heute schon davon Gebrauch gemacht? Jesus meint dich, wenn er von Anbetung spricht.