2. Samuel
Kapitel 20, Vers 7–13
Das gespaltene Königreich
7Da verließen Joabs Soldaten sowie die königliche Leibwache und die Elitetruppe des Königs Jerusalem, um Scheba, dem Sohn von Bichri, nachzujagen. 8Als sie den großen Stein bei Gibeon erreichten, trafen sie Amasa, der kurz vor ihnen dort angekommen war. Joab hatte seine Waffenrüstung angelegt. Um die Hüfte trug er einen Gürtel mit einem Dolch. Während er auf Amasa zuging, nahm er unbemerkt den Dolch in die linke Hand. 9»Wie geht es dir, mein Freund?«, begrüßte er Amasa und fasste mit der rechten Hand dessen Bart, als wolle er ihm einen Kuss geben. 10Amasa aber hatte den Dolch nicht gesehen, den Joab in der anderen Hand hielt. Da stieß Joab ihm die Waffe mit solcher Wucht in den Bauch, dass die Därme heraushingen. Er brauchte kein zweites Mal zuzustechen, denn Amasa war sofort tot. Joab und sein Bruder Abischai nahmen die Verfolgung von Scheba wieder auf. 11Einer von Joabs Männern blieb bei der Leiche und rief allen Soldaten, die vorbeikamen, zu: »Hältst du zu Joab? Bist du auf Davids Seite? Dann folge Joab!« 12Doch einer nach dem anderen blieb erschüttert stehen, als er Amasas blutüberströmte Leiche mitten auf dem Weg liegen sah. Da schleifte der Soldat den Toten weg auf ein Feld und warf einen Mantel über ihn, damit die Männer sich nicht durch seinen Anblick aufhalten ließen. 13Nachdem die Leiche weg war, eilten alle Joab nach, um unter seiner Führung Scheba, den Sohn von Bichri, zu verfolgen.
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Weitere Infos →Das Volk Gottes war gespalten: Im Nordreich gab es Israel, im Südreich Juda. Nach den Aufständen gegen König David, von denen wir in den letzten Tagen hier gemeinsam gelesen haben, stand nun der nächste Aufstand an: Ausgelöst durch einen Mann namens Scheba geschah Schreckliches, wie wir auch in den Versen für heute lesen müssen. Wieso? Das Nordreich hatte sich von David als König abgewendet.
Es zeigte sich: Das neu gegründete Großreich Davids war noch sehr zerbrechlich. Es mangelte an einem festen Zusammenhalt der einzelnen Stämme untereinander und zudem waren noch nicht alle von der Institution Königtum überzeugt. Der von Gott selbst berufene und beschützte König David sah sich immer wieder neuen Herausforderungen gegenüber. Immer wieder stand scheinbar alles gegen ihn. Und doch durfte sich David fest darauf verlassen, dass Gott für ihn war. Auch wenn die Dinge und die meisten Menschen scheinbar gegen ihn waren.
Dies ist auch eine konkrete Ermutigung an dich und mich heute: Die Umstände mögen schwierig sein. Doch die, die Gott berufen hat, diejenigen beschützt, fordert und fördert er auch.