STAYONFIRE

Impuls

Ein langer Atem

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Glaubensleben

2. Samuel

Kapitel 20, Vers 1–​6

Schebas Aufstand - Teil

1 1Unter den Streitenden war ein niederträchtiger Mann namens Scheba aus dem Stamm Benjamin, ein Sohn von Bichri. Laut blies er das Horn und rief: »Ihr Männer von Israel, was geht uns dieser David noch an? Wir wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben! Los, geht nach Hause!« 2Da sagten sich alle Israeliten von David los und schlossen sich Scheba an. Nur die Männer vom Stamm Juda blieben bei ihrem König und begleiteten ihn vom Jordan bis nach Jerusalem. 3Als David in seinem Palast angekommen war, ordnete er an, was mit den zehn Nebenfrauen geschehen sollte, die er in Jerusalem zurückgelassen hatte: Sie mussten von jetzt an in einem bewachten Haus wohnen und durften es nicht verlassen. Der König versorgte sie mit allem Nötigen, aber er schlief nie mehr mit ihnen. Sie waren für immer eingeschlossen und lebten einsam wie Witwen. 4Dann befahl David seinem Heerführer Amasa: »Ruf alle Soldaten aus Juda zusammen! In spätestens drei Tagen will ich dich und die Truppen hier in Jerusalem sehen!« 5Amasa machte sich sofort auf den Weg. Als er aber nach der festgesetzten Zeit nicht erschienen war, 6sagte David zu Abischai: »Jetzt wird Scheba für uns noch gefährlicher als Absalom. Nimm mit meinen Männern die Verfolgung von Scheba auf. Er darf nicht die befestigten Städte in seine Gewalt bringen, denn damit würde er uns einen schweren Schlag versetzen.«

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Heute lesen wir, wie ein gewisser Scheba die Streitigkeiten zwischen den Israeliten und den Judäern ausnutzte. Er versuchte, einen neuen Aufstand anzuzetteln, und band die Israeliten (Nordreich) an sich:

Dazu muss man wissen, dass David gerade erst wieder auf dem Weg nach Jerusalem gewesen war. Zuvor war er wegen des Aufstands von Absalom aus Jerusalem geflohen. Nun wiederholte sich das Spiel scheinbar.

In Jerusalem angekommen, musste David sofort handeln. Er beauftragte den zwielichtigen Amasa mit der Aufstellung eines Heeres gegen Scheba. Doch auch das geriet ins Stocken. Dazu im nächsten Abschnitt mehr.

Gleichzeitig lesen wir, was David mit seinen Nebenfrauen machte. Für uns heute ist das schwer nachvollziehbar. Für die damalige Zeit war das Vorgehen sicherlich nicht ungewöhnlich. David versorgte die Frauen, schlief aber nicht mehr mit ihnen. Ob dahinter ein Sinneswandel steckte, wissen wir nicht genau.

Alles in allem wollte einfach keine Ruhe in Davids Leben einkehren, doch David hatte scheinbar einen langen Atem. Er war nicht verbittert. Im Gegenteil, viele seiner Handlungen, auch in früheren Abschnitten, zeigen sehr deutlich, dass seine Erfahrungen ihn haben reifen gelassen.

Was machen deine Erfahrungen mit dir? Lassen sie deine "Frucht des Lebens" reifen oder machen sie sie bitter? Ich glaube, dass Jesus dir helfen will, dass Ersteres geschieht.