STAYONFIRE

Impuls

Wieder aufstehen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Hoffnung

2. Samuel

Kapitel 19, Vers 9–​16

Davids Rückkehr nach Jerusalem

9Da stand David auf und ging hinunter zum Stadttor. Seinen Soldaten wurde gemeldet, dass der König wieder dort saß. Sofort kamen sie und versammelten sich vor ihm. Inzwischen waren die Israeliten in ihre Heimatorte geflohen. 10In allen Stämmen des Landes warfen sie sich gegenseitig vor: »Wir sind schuld daran, dass König David vor Absalom fliehen und das Gebiet Juda verlassen musste. Dabei hat er uns doch immer von unseren Feinden befreit, und auch die Macht der Philister hat er gebrochen. 11Absalom, den wir zum neuen König gekrönt haben, ist in der Schlacht gefallen. Warum unternimmt niemand etwas, um David zurückzuholen?« 12David sandte die beiden Priester Zadok und Abjatar zu den Sippenoberhäuptern des Stammes Juda. Sie sollten ihnen im Namen des Königs ausrichten: »Wollt ihr die Letzten sein, die mich, euren König, wieder in seinen Palast zurückholen? Die Israeliten haben dies schon lange geplant, wie ich gehört habe. 13Ihr seid doch meine Stammesbrüder und viel näher mit mir verwandt. Warum kommt ihr ihnen nicht zuvor?« 14Amasa, dem Heerführer von Absalom, sollten die beiden Priester von David ausrichten: »Ich schwöre dir, dass ich dich heute an Joabs Stelle zu meinem obersten Heerführer ernenne. Das sollst du dein Leben lang bleiben, denn du bist mein Neffe. Gott soll mich hart bestrafen, wenn ich mein Versprechen nicht halte.« 15So gelang es David, die Unterstützung der Judäer zurückzugewinnen. Geschlossen stellten sie sich hinter ihn und ließen ihm sagen: »Komm mit deinem Gefolge wieder nach Jerusalem!« 16Da trat David den Rückweg an und erreichte den Jordan. Die Männer aus dem Stamm Juda kamen ihm auf der anderen Seite bis nach Gilgal entgegen, um ihn über den Fluss zu geleiten.

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Nachdem Joab im vorherigen Abschnitt David ermutigt hatte, die Führung seines Volkes wieder zu übernehmen, heißt es:

"Da stand David auf […]" [9]

Vier Wörter mit großer Bedeutung. David hatte um seinen gefallenen Sohn Absalom getrauert. Doch nun war es an der Zeit, wieder aufzustehen und Verantwortung zu übernehmen.

Das klingt heute noch hart, kalt und unsensibel, doch David traf die Entscheidung.

Fühlte er sich danach? Wir können es nicht mit Sicherheit sagen, aber ich vermute: nein. Nein, er fühlte sich wohl immer noch niedergeschlagen und traurig. Sogar beim Aufstehen.

Doch was gibt es Besseres, als einem niedergeschlagenen Geist zu sagen: "Steh auf! Manchmal muss man gehen, ohne zu fühlen. Manchmal muss man glauben, ohne zu sehen. Manchmal muss man einfach nur hoffen." David tat es.

Währenddessen versanken die Anhänger des verstorbenen Absalom (Absalom hatte eine Verschwörung gegen David angezettelt) in Schuldgefühlen: "Würde David, wenn er zurückkommt, uns dem Erdboden gleichmachen? Wir haben ihn doch verraten."

Doch es kam anders. David bemühte sich um Frieden. Er sammelte, vereinte und kehrte schließlich als König nach Jerusalem zurück.