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Impuls

Versöhnung oder Fake?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

2. Samuel

Kapitel 14, Vers 21–​33

Absaloms Rückkehr

21David ließ Joab zu sich rufen und sagte zu ihm: »Hör zu, ich will dir deinen Wunsch erfüllen. Lass meinen Sohn Absalom zurückholen!« 22Joab verneigte sich, warf sich vor David zu Boden und rief: »Nun weiß ich, dass du, mein König, mir deine Gunst geschenkt hast, denn du erfüllst meine Bitte! Gott segne dich dafür!« 23Joab reiste nach Geschur und holte Absalom zurück. 24Doch als sie in Jerusalem ankamen, befahl der König: »Er darf wieder in seinem Haus wohnen, aber mir soll er nicht unter die Augen kommen!« So lebte Absalom wieder in seinem Haus, den König durfte er jedoch nicht sehen. 25In ganz Israel gab es keinen Mann, der so schön war wie Absalom. Er war von Kopf bis Fuß vollkommen, und alle Leute bewunderten ihn. 26Einmal im Jahr ließ er sich die Haare schneiden, weil sie ihm zu schwer wurden. Sie wogen mehr als zwei Kilogramm[1]. 27Absalom hatte drei Söhne und eine Tochter, die Tamar hieß. Sie war ein sehr hübsches Mädchen. 28Inzwischen wohnte Absalom schon zwei Jahre wieder in Jerusalem, den König aber durfte er noch immer nicht besuchen. 29Da ließ er eines Tages Joab zu sich rufen. Der sollte beim König ein gutes Wort für ihn einlegen. Doch Joab weigerte sich zu kommen. Absalom bat ihn ein zweites Mal zu sich, aber wieder erschien er nicht. 30Da befahl Absalom seinen Knechten: »Los, geht zu Joabs Gerstenfeld, das an mein Land angrenzt, und steckt es in Brand!« Als das Feld in Flammen stand, 31eilte Joab zu Absalom und stellte ihn zur Rede: »Warum haben deine Knechte mein Gerstenfeld angezündet?« 32»Weil du nicht gekommen bist, als ich dich rufen ließ«, erwiderte Absalom. »Du solltest für mich zum König gehen und ihn fragen, warum man mich überhaupt aus Geschur geholt hat. Ich hätte lieber dort bleiben sollen. Entweder der König empfängt mich jetzt endlich, oder er lässt mich hinrichten, falls er mich immer noch für schuldig hält!« 33Joab berichtete dem König, was Absalom gesagt hatte. Da ließ David seinen Sohn zu sich rufen. Absalom kam herein, verneigte sich und warf sich vor dem König zu Boden. David aber umarmte seinen Sohn und küsste ihn.

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Nachdem Absalom wegen des Mordes an Amnon einige Jahre in der Verbannung gelebt hatte, durfte er endlich nach Jerusalem zurückkehren. In den vorangegangenen Abschnitten konnten wir bereits lesen, dass ein Versöhnungsprozess in Gang gekommen war. Zumindest erschien es so. Doch was ging wirklich in Absaloms Herzen vor sich? Was hatte die Verbannung mit Absalom gemacht? Wir werden es noch erfahren.

Absalom durfte zwar nach Jerusalem zurückkehren, zunächst jedoch nicht vor seinen Vater David treten. Erst mit viel Mühe und einigen fragwürdigen Tricks gelang es ihm mithilfe Joabs, David umzustimmen. So sah Absalom nach einigen Jahren seinen Vater wieder.

"Absalom kam herein, verneigte sich und warf sich vor dem König zu Boden. David aber umarmte seinen Sohn und küsste ihn." [33]

König David hatte seinen Groll gegen Absalom scheinbar überwunden. Er breitete seine Arme aus und küsste ihn. Mit anderen Worten: "Willkommen zu Hause!"

Betrachtet man diese Szene durch die Brille der gesamten Familienentwicklung (Kapitel 13 & 14), so erscheint sie fast wie ein Happy End. Liest man weiter, fühlt man sich wie in einem Film, in dem man von einer Figur ordentlich hinters Licht geführt wird.

Komm morgen wieder. Dann geht es weiter.