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Impuls

Antwort: Verschwörung!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

2. Samuel

Kapitel 15, Vers 1–​12

Absalom plant eine Verschwörung

1Absalom beschaffte sich einen Wagen mit Pferden und eine 50 Mann starke Leibwache. 2Er stellte sich jeden Morgen in aller Frühe an die Straße, die zum Palast führte. Alle, die mit einer Streitsache kamen, um sie dem König als oberstem Richter vorzulegen, fragte er nach ihrer Heimatstadt. Wenn jemand zu einem der Nordstämme Israels gehörte, 3sagte Absalom zu ihm: »Zweifellos würdest du den Prozess gewinnen, denn du bist im Recht. Aber man wird dich gar nicht erst bis zum König vorlassen.« 4Und er fügte noch hinzu: »Ach, wäre doch ich der oberste Richter in unserem Land! Ich würde mir Zeit nehmen für jeden, der mit seinem Fall zu mir kommt. Allen würde ich zu ihrem Recht verhelfen.« 5Wenn der andere sich dann voller Ehrfurcht vor Absalom zu Boden werfen wollte, kam der ihm zuvor, umarmte und küsste ihn. 6So verhielt Absalom sich gegenüber allen Leuten aus Israel, die mit ihren Streitigkeiten zum König nach Jerusalem kamen. Dadurch machte er sich bei ihnen beliebt. 7Das ging vier Jahre lang so. Eines Tages sagte Absalom zu David: »Ich möchte gern nach Hebron gehen, um ein Gelübde zu erfüllen, das ich vor dem HERRN abgelegt habe. 8Denn als ich in Geschur in Syrien war, schwor ich ihm: ›Wenn du mich wieder nach Jerusalem heimkehren lässt, bringe ich dir ein Opfer dar.‹« 9»Geh nur und erfülle dein Gelübde«, antwortete der König. Absalom ging nach Hebron 10und sandte heimlich Boten in alle Stammesgebiete Israels. Sie sollten überall verkünden: »Sobald ihr die Hörner hört, ruft, so laut ihr könnt: ›Absalom ist unser König! In Hebron wurde er gekrönt.‹« 11Absalom hatte zweihundert Männer aus Jerusalem zu seinem Opferfest nach Hebron eingeladen. Sie wussten nichts von seinen Plänen und gingen ahnungslos mit. 12Als die Opfertiere geschlachtet waren, schickte Absalom noch eine Einladung an Ahitofel, einen Berater von König David, der in Gilo wohnte. Ahitofel kam und schloss sich ihm an. So sammelte Absalom immer mehr Leute um sich, die seine Verschwörung unterstützten.

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Absalom hatte Mist gebaut. Und zwar richtig. Aus Rache ließ er seinen Bruder, und damit ebenso König Davids Sohn, Amnon ermorden. Nach einigen Jahren hatte König David nun seinem Sohn Absalom offensichtlich vergeben, wie wir in den letzten Abschnitten gelesen haben.

Und dennoch: Absalom plante trotz dieser vergebenden Weise Davids eine Verschwörung gegen diesen. Er selbst scharte nun Menschen um sich, um selbst König zu werden und David, seinen eigenen Vater, damit abzusetzen.

Nicht immer werden Vergebung und Liebe mit Vergebung und Liebe beantwortet. Wir können nur versuchen, selbst unser Bestmögliches einem Menschen zu geben. Wie dieser aber darauf reagiert, ist eine ganz andere Sache. Die Bibel erzählt uns davon, dass diese Welt leider von Machtgier getrieben ist. Auch Absalom war dieser scheinbar zum Opfer gefallen: Er wollte nun selbst König sein, auch wenn sein Vater, der eigentliche König, ihm selbst eine schwere und schmerzliche Tat vergeben hatte.

Diese Bibelstelle erinnert uns daran, nicht selbst wie Absalom zu werden. Wir sollten zumindest den Menschen, die uns Gutes getan haben, ebenso Gutes tun, am besten aber natürlich auch denen, die uns nicht Gutes getan haben. Wir sollten die Gunst und die Möglichkeiten, die uns gegeben wurden, nicht zu eigenen Machtzwecken ausnutzen. Als geliebte Kinder Gottes haben wir das auch gar nicht nötig!