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Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

2. Samuel

Kapitel 14, Vers 1–​11

Joab setzt sich für Absalom ein

1Joab, der Sohn von Davids Schwester Zeruja, merkte, dass der König seinen Sohn Absalom vermisste. 2Da ließ er eine Frau aus Tekoa holen, die für ihre Klugheit bekannt war. Joab trug ihr auf: »Tu so, als würdest du schon lange um jemanden trauern. Zieh Trauerkleider an und benutze keine wohlriechenden Salben. 3Du sollst für mich zum König gehen und mit ihm reden.« Dann sagte Joab ihr Wort für Wort, was sie dem König erzählen sollte. 4Als die Frau vor David trat, verbeugte sie sich und warf sich vor ihm zu Boden. »Mein König, bitte steh mir bei!«, flehte sie ihn an. 5»Was bedrückt dich?«, wollte David wissen, und sie antwortete: »Ach, ich bin Witwe, mein Mann ist gestorben. 6Ich hatte zwei Söhne. Eines Tages stritten sie draußen auf dem Feld heftig miteinander. Leider war weit und breit kein Mensch, der hätte eingreifen können, und so schlug der eine den anderen tot. 7Seitdem, o König, ist die ganze Verwandtschaft meines Mannes hinter mir her. Sie verlangen, dass ich ihnen meinen Sohn ausliefere, weil er seinen Bruder umgebracht hat. Sie wollen ihn töten und so den Mord rächen. Ja, umbringen wollen sie ihn, damit er nicht das Erbe seines Vaters antreten kann! So rauben sie mir noch den letzten Funken Hoffnung. Wenn nämlich mein zweiter Sohn auch umkommt, dann gibt es im ganzen Land niemanden mehr, der den Namen meines Mannes weiterträgt; und so stirbt seine Familie aus.« 8Da sagte der König zu der Frau: »Ich werde die Sache in die Hand nehmen. Geh ruhig nach Hause.« 9Doch die Frau wandte ein: »Mein König, ich befürchte, dass die Verwandten meines verstorbenen Mannes mich trotzdem nicht in Ruhe lassen. Sie werden mich und meine Familie dafür verantwortlich machen, wenn der Tod meines Sohnes nicht gerächt wird. Dir werden sie es sicher nicht vorzuwerfen wagen.« 10David erwiderte: »Wer dir Schwierigkeiten macht, den zeige bei mir an! Ich werde dafür sorgen, dass er dich in Ruhe lässt.« 11Die Frau aber gab sich immer noch nicht zufrieden; sie bat: »Mein König, schwöre mir doch bei dem HERRN, deinem Gott, die Blutrache zu verhindern und nicht zuzulassen, dass man meinen Sohn umbringt. Das erste Verbrechen soll nicht ein schlimmeres nach sich ziehen.« Da sagte David: »Ich schwöre dir, so wahr der HERR lebt: Deinem Sohn wird kein Haar gekrümmt werden.«

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David war als König und Vater Absaloms schwer enttäuscht von dessen Verhalten. Wir erinnern uns: Aus Rache für die Vergewaltigung seiner Schwester tötete Absalom seinen Bruder Amnon, der damit ebenso Davids Sohn war. Nun hatte Joab große Befürchtungen vor der Antwort Davids: Würde David sich nun an Absalom rächen, da dieser Davids anderen Sohn Amnon getötet hatte? Würde eine Blutrache in der Königsfamilie auf die nächste folgen?

Joab vereinbarte mit einer weisen Frau einen Plan, wie sie David davon überzeugen könnte, nun nicht noch einmal mit einem Mord zu antworten und somit die Spur der aufeinanderfolgenden Sünden nicht immer länger werden zu lassen. Heute lesen wir den ersten Teil von dieser Erzählung.

Die Worte, die die Frau hier zu David sprach, sollten überzeugend sein. Mittels einer erfundenen Geschichte mit deutlichen Parallelen zu der Konstellation von Absalom, Amnon und David sollten die Beweggründe von Absaloms Tat König David deutlich vor Augen geführt werden, um David von einer Blutrache an Absalom abzuhalten.

Auch wir als Christen sind dazu angehalten, klar zu kommunizieren, unsere Beweggründe zu erläutern, einander nicht aufzugeben. Wir sollen lernen, Menschen durch unsere Worte davon zu überzeugen, sich nicht wieder rächen zu müssen, sondern stattdessen zuzuhören, zu verstehen und den Fokus auf Gott zu richten.