2. Samuel
Kapitel 18, Vers 19–27
Bericht nach der Schlacht
19Ahimaaz, der Sohn von Zadok, bat Joab: »Gestatte mir, zum König nach Mahanajim zu laufen und ihm die gute Nachricht zu bringen, dass der HERR ihm den Sieg über seine Feinde geschenkt hat.« 20Doch Joab wehrte ab: »Was du dem König melden musst, ist keine Freudenbotschaft für ihn, denn sein Sohn ist tot. Ein anderes Mal schicke ich dich gern als Boten zu ihm, aber heute nicht.« 21Dann wandte er sich an seinen äthiopischen Sklaven und befahl ihm: »Geh du zum König und berichte, was du gesehen hast!« Der Sklave verneigte sich vor Joab und machte sich auf den Weg. 22Doch Ahimaaz gab nicht nach. »Egal was geschieht – ich laufe ihm hinterher!« Noch einmal versuchte Joab ihn zurückzuhalten: »Mein Sohn, warum brennst du darauf, dem König die schlechte Nachricht zu bringen? Er wird dich dafür sicher nicht belohnen!« 23»Egal was passiert – ich will auf jeden Fall zu ihm!«, gab Ahimaaz zurück. Da ließ Joab ihn gehen. Ahimaaz schlug den Weg durch die Jordan-Ebene ein und kam schneller voran als der Äthiopier. 24David saß zwischen dem inneren und dem äußeren Stadttor und wartete. Als der Wächter wieder einmal auf den Turm stieg, um Ausschau zu halten, sah er einen Mann, der allein auf Mahanajim zulief. 25Er meldete es sofort dem König. David sagte: »Wenn er allein kommt, bringt er uns bestimmt eine gute Nachricht!« Während der Bote immer näher kam, 26entdeckte der Wächter einen zweiten Mann, der in Richtung Stadt unterwegs war. Er rief zum Torwächter hinunter: »Ich sehe noch jemanden kommen; auch er ist allein.« David meinte dazu: »Sicher wird er uns ebenfalls eine frohe Botschaft bringen.« 27Dann meldete der Wächter: »Ich glaube, der erste ist Ahimaaz, der Sohn von Zadok. Ich erkenne ihn an seinem Gang.« Erleichtert sagte David: »Er ist ein zuverlässiger Mann. Bestimmt meldet er uns Erfreuliches!«
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Weitere Infos →Davids Befehl, seinen Sohn Absalom in der Schlacht nicht zu töten, war nicht befolgt worden. Absalom wurde von Joab (einem Feldherrn Davids) getötet. Nun galt es, David nicht nur vom Sieg, sondern auch vom Tod seines Sohnes zu berichten.
Joab wusste, dass diese Nachricht für David zwei Seiten haben würde. Er würde sich über den Sieg freuen, aber noch mehr würde er um seinen geliebten Sohn trauern.
Ahimaaz wollte David unbedingt die Nachricht vom Sieg überbringen. Er hatte David bereits ein Kapitel zuvor gemeinsam mit einem anderen Freund geholfen, vor Absalom zu fliehen.
Obwohl Joab beschloss, einen äthiopischen Sklaven zu schicken, um David die Nachricht zu überbringen, entschied sich Ahimaaz, dennoch eigenständig zu gehen.
Medaillen haben meistens zwei Seiten. Absaloms Intrige hatte ein Ende. David würde früher oder später nach Jerusalem zurückkehren können. Ein Grund zur Freude. Doch auch ein Grund zur Trauer war auf dem Weg zu ihm.
So kann man manche Nachrichten drehen und wenden, wie man will. Sie bleiben eine Herausforderung. Auch in unserem Leben. Morgens stehen wir auf und ahnen nichts. Am Abend ist unser Leben auf den Kopf gestellt.
Ich habe einen großen Wunsch für uns alle: Lasst uns in solchen "auf den Kopf gestellten" Momenten an Jesus festhalten. Egal, wie. Ehrlich. Voller Zweifel. Aber dran. An Jesus. Ganz fest.