2. Samuel
Kapitel 12, Vers 26–31
Die Eroberung der Stadt Rabba
26Noch immer belagerte Joab mit dem israelitischen Heer Rabba, die Hauptstadt der Ammoniter. Es gelang ihm, einen Bezirk zu erobern, der »Königsstadt« genannt wurde. 27Er schickte Boten zu David und ließ ihm ausrichten: »Ich habe Rabba angegriffen und nun schon die Wasserversorgung der Stadt unter Kontrolle gebracht. 28Darum sammle jetzt den Rest deines Heeres und stürme die Stadt. Du sollst sie einnehmen, nicht ich. Sonst werde ich als Eroberer gefeiert!« 29Da zog David mit den übrigen Soldaten nach Rabba. Er griff die Stadt an und eroberte sie. 30Die Israeliten machten reiche Beute und schafften sie aus Rabba fort. David nahm König Hanun die Krone ab und setzte sie selbst auf. Sie wog 35 Kilogramm, war aus reinem Gold und mit einem kostbaren Edelstein besetzt. 31Die Einwohner von Rabba verschleppte David und verurteilte sie zur Zwangsarbeit mit Steinsägen, eisernen Pickeln und Äxten; außerdem mussten sie Ziegel brennen. Ebenso erging es den Einwohnern der anderen ammonitischen Städte. Als der Krieg vorüber war, kehrten David und sein Heer nach Jerusalem zurück.
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Weitere Infos →In dieser Erzählung sticht mir persönlich ein Umstand besonders ins Auge: David war erst kürzlich zum König über ganz Israel eingesetzt worden. Nun sprach Joab, sein Feldherr, ihm Folgendes zur Eroberung der feindlichen Stadt Rabba zu:
"Du sollst sie einnehmen, nicht ich. Sonst werde ich als Eroberer gefeiert!" [28]
Joab hatte Respekt vor David. Joab wollte nicht selbst "die Lorbeeren einheimsen", sondern sie freimütig David zur Verfügung stellen. David sollte für die Eroberung der Stadt vom Volk gefeiert werden – nicht Joab.
Die Bibel sagt uns immer wieder, dass Gott die Demütigen erhöht und die Hochmütigen erniedrigt. Zur rechten Zeit wurde David von Joab erhöht und er selbst erniedrigte sich dabei. Ein solches Herz gefällt Gott. Gott wünscht sich auch von uns heute, dass wir mal einen Schritt zurücktreten können und nicht von der Anerkennung anderer Menschen abhängig sind. Und wenn Menschen uns loben, dann sollte es nicht deshalb sein, weil wir diese dazu gedrängt haben, sondern weil sie uns freiwillig für unsere Erfolge feiern! Das mag so manches Mal schwerfallen, aber wie gesagt: Am Ende lohnt es sich! Denn bei einem bibelorientierten Lebensstil wirst du Gunst bei Gott und den Menschen genießen dürfen (vgl. 1. Samuel 2:26).