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Impuls

Gegen Davids Plan

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Glaubensleben

2. Samuel

Kapitel 18, Vers 6–​18

Absaloms Niederlage

6Davids Truppen zogen den Israeliten entgegen, und im Wald von Ephraim kam es zur Schlacht. 7Davids Soldaten schlugen das feindliche Heer vernichtend: 20.000 Israeliten fielen an diesem Tag. 8Die Kämpfe breiteten sich über das ganze umliegende Gebiet aus. Der Wald dort aber war so unwegsam und gefährlich, dass er noch mehr Opfer forderte als die Schlacht selbst. 9Einige von Davids Soldaten verfolgten Absalom, der auf seinem Maultier floh. Doch als er unter einer großen Eiche durchritt, verfingen sich seine Haare in den dichten Ästen. Sein Maultier lief weiter, er aber blieb am Baum hängen. 10Einer der Männer, die es beobachtet hatten, meldete Joab: »Ich habe Absalom gesehen! Er hängt an den Ästen einer Eiche.« 11Joab rief: »Was, du hast ihn gesehen und ihn nicht auf der Stelle umgebracht? Ich hätte dir zehn Silberstücke und einen wertvollen Gürtel dafür gegeben!« 12Doch der Mann entgegnete: »Auch wenn du mir 1000 Silberstücke bieten würdest – dem Sohn des Königs könnte ich nichts antun. Ich habe doch genau gehört, wie der König dir, Abischai und Ittai befohlen hat: ›Sorgt dafür, dass meinem Sohn Absalom nichts zustößt!‹ 13Und wenn ich ihn unbemerkt getötet hätte – dem König wäre sowieso zu Ohren gekommen, wer es war, denn früher oder später erfährt er doch alles. Dann würdest du mir bestimmt keine Rückendeckung geben!« 14»Ich will meine Zeit nicht länger mit dir vergeuden!«, unterbrach Joab ihn. Er nahm drei Speere und stieß sie Absalom, der immer noch am Baum hing, ins Herz. 15Dann umringten die zehn Waffenträger von Joab Davids Sohn und töteten ihn vollends. 16Nun blies Joab das Horn als Zeichen dafür, dass der Kampf beendet war. Da kehrten seine Soldaten um, 17und die Israeliten flohen nach Hause. Joabs Männer warfen Absaloms Leiche in eine Grube im Wald und errichteten darüber einen großen Steinhaufen. 18Schon zu seinen Lebzeiten hatte Absalom im Königstal einen Gedenkstein für sich errichten lassen. Er hatte ihn nach sich selbst benannt, denn er dachte: »Ich habe keinen Sohn, der meinen Namen weiterträgt.« Noch heute nennt man diesen Stein das »Denkmal Absaloms«.

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Die Schlacht war in vollem Gange: David und sein Heer kämpften gegen dessen Sohn Absalom, der nun zum Feind Davids durch seine eigens geplante Verschwörung geworden war. Es kam zum Showdown – und Absalom verlor haushoch gegen David.

Wir lesen davon, dass König David eigentlich befohlen hatte, seinem Sohn Absalom trotz all dessen Hasses gegen David nichts anzutun und ihn in der Schlacht bloß nicht zu töten. Doch die Männer Davids waren sich in dieser Sache nicht einig und Joab tötete schließlich doch Absalom.

Eine dramatische Situation. All der Hass und die Feindschaft, die Absalom schürte, haben nun zu dessen bitterem Ende geführt. Dennoch konnte David seinen Sohn nicht gänzlich verstoßen, Absalom war dennoch sein Sohn geblieben, den er aufgezogen hatte und liebte, wie ein Vater eben seinen Sohn liebt. Doch nun war Absalom ohne die Einwilligung Davids getötet worden.

Wie oft erleben wir solche Situationen in unserem Leben, vielleicht (und hoffentlich) nicht solch dramatische wie David an dieser Stelle, aber doch ähnliche? Die Dinge laufen anders, als wir sie geplant oder uns ausdrücklich gewünscht haben. In all dem, was wir nicht begreifen können, ist und bleibt Gott unsere Anlaufstelle. Er möchte uns trösten und Gott wird uns zu unserem Recht verhelfen, auch wenn dieses von anderen Menschen missachtet wurde.