2. Samuel
Kapitel 16, Vers 15–23
Absalom in Jerusalem
15Inzwischen waren Absalom und seine Anhänger in Jerusalem eingezogen. Auch Ahitofel hatte sich ihnen angeschlossen. 16Bald darauf kam Davids Freund und Berater Huschai zu Absalom und rief ihm zu: »Hoch lebe der König! Hoch lebe der König!« 17Da spottete Absalom: »Und so einer nennt sich Freund des Königs! Ist deine Liebe zu ihm schon erloschen? Warum bist du nicht mit deinem Freund gegangen?« 18Huschai antwortete: »Ich stehe zu dem König, den der HERR und sein Volk auserwählt haben! Der und kein anderer ist mein Herr! 19Außerdem bist du doch Davids Sohn. Ich werde dir ergeben sein, so wie ich deinem Vater treu ergeben war.« 20Danach wandte Absalom sich an Ahitofel und fragte: »Was sollen wir nun weiter unternehmen? Gib mir einen Rat!« 21Ahitofel erwiderte: »Dein Vater hat doch einige Nebenfrauen hiergelassen, damit der Palast nicht unbeaufsichtigt bleibt. Hol sie dir und schlaf mit ihnen! Dann sieht ganz Israel, dass du dich bei deinem Vater verhasst gemacht hast, und deine Anhänger werden noch entschlossener zu dir halten.« 22Da schlug man auf dem Dach des Palasts für Absalom ein Zelt auf. Ganz Israel wurde Zeuge, als er mit den Nebenfrauen seines Vaters dort hineinging, um mit ihnen zu schlafen. 23Damals wurden Ahitofels Ratschläge bereitwillig befolgt, als kämen sie von Gott. So war es schon bei David gewesen, und daran änderte sich auch bei Absalom nichts.
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Weitere Infos →Die Verschwörung gegen König David durch dessen eigenen Sohn Absalom war in vollem Gange. Es war nur zu erahnen, wie sich David in all dem gefühlt haben muss. Nun griff Absalom zu verkommenen Mitteln: Er schlief öffentlich mit den Nebenfrauen Davids, um den Hass seinem Vater David gegenüber zu demonstrieren und mehr Anhänger für sich und seine Verschwörung zu gewinnen.
Absalom dazu geraten hatte ein Mann namens Ahitofel. Über diesen und seine Ratschläge heißt es in der Bibelstelle:
"Damals wurden Ahitofels Ratschläge bereitwillig befolgt, als kämen sie von Gott. So war es schon bei David gewesen, und daran änderte sich auch bei Absalom nichts." [23]
Der entscheidende Fehler in Ahitofels Ratschlägen war, dass sie eben nicht direkt von Gott kamen, sondern von eben diesem Mann, der zudem offensichtlich wenig mit Gott zu tun haben wollte. Der Fehler der Menschen um Ahitofel herum war es, dessen Ratschlägen so viel Glauben und Vertrauen zu schenken, wie sie es nur Gott gegenüber hätten tun sollen. Absalom versündigte sich durch das Befolgen von Ahitofels Ratschlägen schwer an Gott und auch an seinem Vater David.
Prüfen wir Ratschläge, die wir bekommen anhand dessen, was Gott in der Bibel sagt? Fragen wir auch mal bei Gott persönlich nach oder nur bei Menschen? Spannende Fragen, bei denen es sich lohnt, diese für das persönliche Wohlergehen einmal selbst genauer zu beantworten …