2. Samuel
Kapitel 17, Vers 1–14
Ahitofel und Huschai beraten Absalom
1Ahitofel machte Absalom noch einen Vorschlag: »Erlaube mir, dass ich sofort ein Heer von 12.000 Mann aufstelle und noch heute Nacht die Verfolgung von David aufnehme. 2Ich will ihn überraschen, solange er erschöpft und entmutigt ist. Wir werden seine Leute in Angst und Schrecken versetzen, sie werden fliehen, und dann bringe ich den König um. 3So wird nur er allein getötet, und ich kann dir ganz Israel als dein Volk zuführen. Dann herrscht wieder Frieden im Land!« 4Dieser Vorschlag gefiel Absalom, und auch die Sippenoberhäupter von Israel stimmten zu. 5Trotzdem sagte Absalom: »Wir wollen erst noch hören, was der Arkiter Huschai dazu meint. Jemand soll ihn holen!« 6Als Huschai da war, erklärte Absalom ihm Ahitofels Plan und fragte: »Was denkst du, sollen wir so vorgehen, oder hast du eine bessere Idee?« 7Huschai antwortete: »Mir scheint, diesmal hat Ahitofel dir keinen guten Rat gegeben. 8Du kennst doch deinen Vater und seine Männer: Sie alle sind kampferprobte Soldaten. Sie werden erbittert kämpfen wie eine Bärin, der man die Jungen weggenommen hat. Dein Vater ist ein erfahrener Heerführer, er wird kaum bei seinen Leuten übernachten. 9Wahrscheinlich hat er sich längst in einer Höhle oder sonst irgendwo versteckt. Wenn gleich am Anfang einige deiner Soldaten fallen und es überall heißt: ›Absaloms Heer hat eine Niederlage erlitten!‹, 10dann bekommen alle deine Männer es mit der Angst zu tun, selbst wenn sie tapfer sind wie Löwen. Da kannst du sicher sein! Denn in Israel weiß jeder, dass dein Vater ein erfahrener Heerführer ist und die besten Soldaten um sich hat. 11Darum rate ich dir: Berufe alle wehrfähigen Israeliten ein, von Dan im Norden bis Beerscheba im Süden; dann kannst du ein riesiges Heer aufstellen, mit Soldaten so zahlreich wie der Sand am Meer. Du musst sie aber selbst anführen. 12Dann spüren wir David auf, egal wo er sich versteckt. Du wirst sehen: Wir fallen über seine Soldaten her und verschonen niemand, so wie Tau am frühen Morgen auf die Erde fällt und alles bedeckt. Keiner wird mit dem Leben davonkommen, auch er selbst nicht. 13Hat David sich aber in einer Stadt verschanzt, dann sollen deine Männer Seile an der Mauer befestigen und die ganze Stadt ins Tal schleifen. Kein Stein wird auf dem anderen bleiben!« 14Da waren sich Absalom und die führenden Israeliten einig: »Huschais Vorschlag ist besser als Ahitofels.« Sie wussten nicht, dass der HERR hier seine Hand im Spiel hatte: Er vereitelte Ahitofels Plan, obwohl er eigentlich der bessere war. Denn der HERR wollte Absalom ins Unglück stürzen.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Wenn man sich einen guten Thriller ansieht, kann es manchmal eine echte Herausforderung sein, den Überblick zu behalten. Wer ist auf wessen Seite und welche Absichten stecken wirklich hinter den Handlungen?
Vielleicht hast du dich das bei der Geschichte von David auch schon gefragt. Wie wir aus den vorangegangenen Abschnitten wissen, war Ahitofel ein sehr einflussreicher Berater. Damals für König David, jetzt für den Möchtegernkönig Absalom. Und das mit Überzeugung.
Huschai hingegen war auch ein Berater und alter Freund von König David, und er blieb David treu.
Zuvor, in Kapitel 15, hatten David und Huschai den Plan ausgeheckt, dass Huschai an den Königspalast zurückkehren und vorgeben würde, nun auch auf der Seite Absaloms zu stehen, um ihn zu beraten.
Der Plan ging auf. Als Ahitofel nun seinen neuen Plan vorstellte, um David zur Strecke zu bringen, wollte Absalom auch Huschais Ideen dazu hören. Huschai hatte einen anderen Plan, der Absalom mehr überzeugte.
Bingo!
Gott hatte seine Hand im Spiel. Nun konnte Huschai den Plan an David weitergeben. Und David wusste, was passieren würde.
Bis heute können wir lernen, Gott zu vertrauen. Er arrangiert, bringt uns mit den richtigen Menschen in Kontakt, bewahrt, begleitet unseren Weg und will unser Herr sein. Wenn wir es zulassen, wird er unsere Hand niemals loslassen. Auch im finstersten Tal müssen wir kein Unheil fürchten.