STAYONFIRE

Impuls

Graue Suppe

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

2. Samuel

Kapitel 18, Vers 1–​5

Vorbereitungen für die Schlacht

1David musterte seine Truppen, er ließ sie Abteilungen zu je 1000 und Unterabteilungen zu je 100 Mann bilden und setzte Hauptleute über sie ein. 2Das Heer sollte in drei Verbänden losziehen, die von Joab, dessen Bruder Abischai und von Ittai aus Gat angeführt wurden. »Ich selbst werde auch mit euch ziehen«, sagte David zu seinen Soldaten. 3Doch sie wandten ein: »Tu das nicht! Wenn wir vor den Feinden fliehen müssen oder sogar die Hälfte von uns im Kampf fällt, bedeutet ihnen das nicht so viel wie dein Tod. Denn du bist für sie wichtiger als zehntausend von uns! Bleib lieber in der Stadt und komm uns im Notfall mit Verstärkung zu Hilfe.« 4»Ich will euren Rat befolgen«, antwortete David. Dann stellte er sich ans Stadttor, und das Heer zog in Abteilungen geordnet an ihm vorbei. 5Den drei Heerführern Joab, Abischai und Ittai schärfte er ein: »Sorgt dafür, dass meinem Sohn Absalom nichts zustößt!« Auch alle Soldaten hörten den Befehl.

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David war als guter Feldherr bekannt. Die Vorbereitungen für die nächste Schlacht liefen auf Hochtouren. Die Soldaten bereiteten sich auf den Kampf vor.

Für David war es das reinste Horrorszenario. Er musste gegen seinen Sohn Absalom kämpfen, der ihn verraten hatte. Seinen Heerführern gab er den strikten Befehl:

"Sorgt dafür, dass meinem Sohn Absalom nichts zustößt!" [5]

Ob sie diesen Befehl befolgen würden? Wir werden es sehen. Absalom war schließlich der Anführer des gegnerischen Heeres. Würde er fallen, wäre die Schlacht gewonnen.

Dazu morgen mehr. Heute noch einmal zurück zu David. Wie muss es sich anfühlen, wenn man aufgrund der Umstände etwas tun muss, was sich falsch anfühlt?

Ja, wie fühlt es sich an? Wenn man nicht mehr zwischen Schwarz und Weiß wählen kann, sondern nur noch eine graue Suppe vor sich hat. Wenn man verzweifelt ist und Gott nicht versteht?

Vielleicht kannst du dir vorstellen, wie sich David gefühlt haben muss, weil du selbst in einer solchen Situation steckst.

David beschloss zu kämpfen. Nicht selbst auf dem Schlachtfeld, aber er gab den klaren Befehl loszuziehen. Gegen seinen Sohn und damit auch gegen sein eigenes Volk.

Manchmal machst du deinen Plan und dann passiert das Leben. Schonungslos.

Doch in all dem verliert David nicht die Hoffnung, dass der Herr bei ihm ist. Auch wenn es noch schlimmer kommen sollte ...