Psalm
Kapitel 78, Vers 33–42
Im Konflikt mit Gott
33Da ließ er ihr Leben ohne jeden Sinn verstreichen, von Angst erfüllt gingen ihre Jahre dahin. 34Immer wenn Gott einige von ihnen tötete, fragten sie wieder nach ihm, von Reue ergriffen suchten sie Gott. 35Dann erinnerten sie sich, dass er ihr Beschützer war, dass er, der Höchste, sie befreit hatte. 36Aber ihre Reue war nicht echt: Jedes ihrer Worte war eine Lüge, nichts von dem, was sie sagten, war ehrlich. 37Ihr Vertrauen auf Gott war schwach und unbeständig; sie standen nicht treu zu dem Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte. 38Trotzdem blieb er barmherzig, vergab ihre Schuld und vernichtete sie nicht. Immer wieder hielt er seinen Zorn zurück, anstatt ihm freien Lauf zu lassen. 39Er wusste ja, wie vergänglich sie waren – flüchtig wie ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt. 40Wie oft boten sie Gott die Stirn, wie oft verletzten sie ihn tief, dort in der Wüste! 41Immer wieder forderten sie ihn heraus, sie beleidigten den heiligen Gott Israels. 42Sie vergaßen seine Macht und den Tag, an dem er sie von ihren Feinden erlöst hatte.
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Weitere Infos →Schau mal ehrlich in dich hinein: Erkennst du dich in dem Verhalten der Menschen aus diesen Versen wieder? Sie vergaßen, was Gott ihnen Gutes getan hatte. Sie dachten, sie wüssten es besser als Gott. Sie gingen ihre eigenen Wege, doch blieben irgendwie am Rande mit Gott verbunden.
Ich kann dir sagen: Ja, das kenne ich auch aus meinem Leben. Es gibt Höhen und Tiefen in verschiedenen Lebensjahren, in verschiedenen Lebenssituationen.
Und wie reagierte Gott?
"Trotzdem blieb er barmherzig, vergab ihre Schuld und vernichtete sie nicht. Immer wieder hielt er seinen Zorn zurück, anstatt ihm freien Lauf zu lassen. Er wusste ja, wie vergänglich sie waren – flüchtig wie ein Hauch, der verweht und nicht wiederkehrt." [38-39]
Wir sind nur Menschen. Wir werden eines Tages von dieser Erde gehen, wir sind sterblich. Und sind wir noch mal ehrlich: Wir haben eigentlich nichts wirklich im Griff. Wir können diese Erde nicht steuern, sind immer wieder überfordert und scheitern. Unser Leben erzählt davon, die Nachrichten dieser Welt sowieso. Wie kommen wir also bloß auf die Idee, wir bräuchten Gott nicht in jeder Sekunde unseres Lebens?!