Apostelgeschichte
Kapitel 3, Vers 12–20
Petrus predigt im Tempel
12Als Petrus die vielen Menschen sah, sprach er zu ihnen: »Ihr Leute aus Israel! Warum wundert ihr euch darüber, dass dieser Mann jetzt gehen kann? Und weshalb starrt ihr uns an? Glaubt ihr denn, wir hätten diesen Gelähmten aus eigener Kraft geheilt oder weil wir so fromm sind? 13Nein, es ist der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vorfahren, der uns mit dieser Wundertat die Macht und Ehre seines Dieners Jesus gezeigt hat. Diesen Jesus habt ihr an Pilatus ausgeliefert und verleugnet, obwohl Pilatus entschlossen war, ihn freizulassen. 14Für den, der ganz zu Gott gehörte und ohne jede Schuld war, habt ihr das Todesurteil verlangt, aber den Mörder habt ihr begnadigt. 15Ihr habt den getötet, von dem alles Leben kommt. Aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt. Das können wir bezeugen. 16Das Vertrauen auf Jesus und die Macht seines Namens haben diesen Mann hier vollständig geheilt. Ihr alle kennt ihn und wisst, dass er gelähmt war. Doch nun ist er vor euren Augen gesund geworden durch den Glauben, den Jesus in ihm geweckt hat. 17Ich weiß, liebe Brüder und Schwestern, euch war nicht klar, was ihr damals getan habt, und auch eure führenden Männer wussten es nicht. 18Doch so hat Gott erfüllt, was er durch alle Propheten angekündigt hatte: Der von ihm versprochene Retter musste leiden. 19Jetzt aber kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. 20Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet. Er wird euch Jesus senden, den Retter, den er für euch bestimmt hat.
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Weitere Infos →Petrus predigte nicht vor irgendjemandem, sondern vor dem damaligen jüdischen Volk, das den Tempel in Jerusalem besuchte. Die führenden Männer Israels hatten die Menschen dazu aufgewiegelt, Jesus als Gotteslästerer ans Kreuz schlagen zu lassen. Und nun standen sie hier. Jesus war von den Toten auferstanden. Die Ereignisse von Himmelfahrt und Pfingsten lagen kurz hinter ihnen. Und Petrus, der bekannte Jünger Jesu, erzählte den Israeliten von der Wahrheit, wer Jesus wirklich ist.
Dabei fing Petrus nicht an irgendeiner Stelle an, sondern genau bei derjenigen, die für seine Zuhörerschaft besonders relevant war: ihre Entscheidung gegen Jesus und für seinen Tod am Kreuz. Bemerkenswert ist, dass Petrus sie dafür nicht verurteilte, sondern sie mit Gottes Augen ansah – als sein geliebtes und erwähltes Volk. Anhand ihrer eigenen Geschichte und der ihrer Vorfahren erklärte er ihnen anhand ihrer Heiligen Schrift das Evangelium. Er erreichte sie dort, wo sie standen.
Gott hat sein Volk Israel nie aufgegeben. Davon erzählt das Alte Testament, und davon erzählt eben auch das Neue Testament. An dieser Stelle setzte er Petrus ein, um die Israeliten zu erreichen. In Römer 11 finden wir noch mehr spannende Details zu Gottes Plan mit Israel. Gott bleibt treu, auch wenn wir Menschen ihm gegenüber nicht treu sind. Gottes Charakter ist und bleibt unerschütterlich.