STAYONFIRE

Impuls

Baue keine Mauern auf!

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Berufung

Apostelgeschichte

Kapitel 10, Vers 24–​33

Die Vision erfüllt sich

24Als sie am folgenden Tag dort ankamen, wurden sie schon von Kornelius erwartet. Er hatte seine Verwandten und engsten Freunde zu sich eingeladen. 25Noch bevor Petrus das Haus betreten hatte, kam ihm Kornelius entgegen und warf sich ehrerbietig vor ihm nieder. 26Doch Petrus wehrte ab: »Steh auf, ich bin auch nur ein Mensch!«, und half ihm wieder auf. 27Während sie noch miteinander redeten, betraten sie das Haus. Petrus sah die vielen Menschen, die auf ihn warteten. 28»Ihr wisst ebenso wie ich«, begann er, »dass es einem Juden verboten ist, in das Haus eines Nichtjuden zu gehen oder sich auch nur mit ihm zu treffen. Aber Gott hat mir gezeigt: Ich darf keinen Menschen für unrein halten und ihm darum die Gemeinschaft verweigern. 29Deshalb bin ich auch ohne Zögern zu euch gekommen, als ihr mich gerufen habt. Aber jetzt möchte ich doch gerne wissen, aus welchem Grund ihr nach mir geschickt habt.« 30Kornelius antwortete: »Vor drei Tagen betete ich nachmittags in meinem Haus. Es war drei Uhr, ungefähr dieselbe Zeit wie heute. Da stand plötzlich ein Mann in einem leuchtenden Gewand vor mir 31und sagte: ›Kornelius, Gott hat deine Gebete gehört, und er weiß, dass du den Armen viel Gutes tust. 32Deshalb beauftragt er dich, Leute nach Joppe zu schicken, die Simon Petrus zu dir bringen sollen. Er wohnt am Meer im Haus des Gerbers Simon.‹ 33Ich habe meine Boten sofort zu dir geschickt, und ich freue mich, dass du gekommen bist. Nun sind wir alle hier in Gottes Gegenwart versammelt und wollen hören, was du uns im Auftrag des Herrn zu sagen hast.«

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Um diese Bibelstelle zu begreifen, ist es wichtig zu verstehen, dass unter dem alten Gesetz von Mose das jüdische Volk Hemmungen bei der Gemeinschaft mit Menschen nicht-jüdischen Glaubens hatte. Das Alte Testament erzählt immer wieder davon, dass die Juden als Gottes erwähltes Volk Vorsicht vor anderen Glaubensanhängern in ihrer Umgebung walten lassen sollten, teils mit klaren Verboten belegt. Mit dieser Prägung war Petrus aufgewachsen. Doch dann wurde er ein Jünger Jesu und er erlebte mehrere Jahre mit dem leibhaftigen Jesus Christus. Er wurde zu einem Nachfolger Jesu. Und das veränderte seine Denkweisen und Denkmuster nachhaltig.

Jesus war in den Himmel aufgefahren. Die Jünger waren mit dem Heiligen Geist erfüllt worden und hatten den Missionsauftrag erhalten. Gott sprach immer noch zu Petrus, dieses Mal durch eine Vision, wie wir in den letzten Tagen gelesen haben. Durch dieses vorherige klare Sprechen Gottes überwand Petrus die kulturellen und religiösen Beschränkungen und er öffnete sein Haus für Kornelius, der selbst kein Jude war, sodass sich Gottes Plan entfalten konnte.

Auch in unsere heutige Zeit spricht diese Bibelstelle eine klare Botschaft: Jeder Mensch darf zu Jesus gehören. Keiner Person sollten wir jemals den Weg zu Jesus verbauen, weil wir Vorurteile oder Vorbehalte ihr gegenüber haben. Jeder Mensch ist es wert, dass wir ihm das Evangelium erzählen. Punkt.