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Impuls

Menschen mit Jesus erreichen

Annemieke Binggelivon Annemieke Binggeli
Soziales Leben

Apostelgeschichte

Kapitel 2, Vers 14–​28

Von Jesus erzählen

14Da erhob sich Petrus mit den anderen elf Aposteln und rief der Menge zu: »Hört her, ihr Leute aus Judäa und ihr Einwohner von Jerusalem! Ich will euch erklären, was hier geschieht. 15Diese Männer sind nicht betrunken, wie einige von euch meinen. Es ist ja erst neun Uhr morgens. 16Nein, hier erfüllt sich, was Gott durch den Propheten Joel vorausgesagt hat. Bei ihm heißt es: 17›In den letzten Tagen, spricht Gott, will ich die Menschen mit meinem Geist erfüllen. Eure Söhne und Töchter werden aus göttlicher Eingebung reden, eure jungen Männer werden Visionen haben und die alten Männer bedeutungsvolle Träume. 18Allen Männern und Frauen, die mir dienen, will ich in jenen Tagen meinen Geist geben, und sie werden in meinem Auftrag prophetisch reden. 19Am Himmel und auf der Erde werdet ihr Wunderzeichen sehen: Blut, Feuer und dichten Rauch. 20Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond blutrot scheinen, bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich Gericht halte. 21Wer dann den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.‹ 22Hört her, ihr Leute von Israel! Wie ihr alle wisst, hat Jesus aus Nazareth in Gottes Auftrag mitten unter euch mächtige Taten, Zeichen und Wunder gewirkt. Ja, Gott selbst hat durch diesen Mann gehandelt und ihn so euch gegenüber als seinen Gesandten bestätigt. 23Aber Jesus wurde durch Verrat an euch ausgeliefert, und ihr habt ihn mit Hilfe der Römer, die nichts von Gottes Gesetz wissen, ans Kreuz genagelt und umgebracht. Doch genau das hatte Gott geplant. Er wusste, was geschehen würde. 24Diesen Jesus hat Gott auferweckt und damit die Macht des Todes gebrochen. Wie hätte auch der Tod über ihn Gewalt behalten können! 25Schon David sprach von ihm, und was er sagt, sind eigentlich die Worte von Jesus: ›Ich sehe immer auf den Herrn. Er steht mir zur Seite, damit ich nicht falle. 26Darüber freue ich mich von ganzem Herzen, mein Mund bricht in Jubel aus. Selbst dann, wenn mein Körper im Grab liegt, hoffe ich auf dich, Herr! 27Denn du wirst mich nicht dem Totenreich überlassen und mich nicht der Verwesung preisgeben, ich gehöre ja zu dir. 28Du zeigst mir den Weg, der zum Leben führt. Du beschenkst mich mit Freude, denn du bist bei mir.‹

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Kurz noch mal eine Erinnerung an den Kontext: In unserem Bibelleseplan befinden wir uns derzeit an der Stelle, in der der Heilige Geist zum ersten Mal auf die Jünger kam. Es war das Pfingstereignis, dessen wir bis heute einmal im Jahr gedenken. Was war passiert? Vom Heiligen Geist erfüllt hatten die Jünger Jesu angefangen, das Evangelium zu predigen. Und das nicht einfach so, sondern in Landessprachen, die sie eigentlich nie gelernt hatten, sodass die Menschen um sie herum die Botschaft von Jesus in ihrer eigenen Muttersprache hören konnten. Ein echtes Wunder!

Die Leute dachten daher über die Jünger: "Jetzt sind sie verrückt geworden! Die müssen doch betrunken sein, wie die sich hier gerade verhalten …" Und genau diese Vorurteile griff Petrus in seiner Rede zu den umstehenden Menschen aus Judäa und Jerusalem auf. Petrus ging von ihrer Sichtweise aus und erläuterte ihnen, passend zu ihrem Kontext, wer Jesus ist und was das Evangelium für ihr eigenes Leben bedeutete.

Die Ansprache von Petrus ist uns bis heute ein super Beispiel dafür, wie wir Menschen mit Jesus erreichen können: Dazu gehen wir von ihrem Standpunkt aus. Wir ignorieren nicht die Gefühle, Erfahrungen und Meinungen der Leute, denen wir von Jesus erzählen möchten, sondern wir erklären ihnen, wie sie genau von dort aus zu Jesus finden können. Empathisch, aufmerksam und klar.