Hosea
Kapitel 4, Vers 14–19
Gottes fairer Blick
14Doch ich werde nicht sie für ihre Hurerei und ihren Ehebruch bestrafen. Denn es sind die Priester, die ein schlechtes Beispiel geben: Gerade sie laufen den Huren nach und feiern Opfermahlzeiten mit den Prostituierten am Tempel. So stürzen sie das Volk, das es nicht besser weiß, ins Verderben. 15Doch auch wenn Israel mir untreu ist, soll Juda sich nicht schuldig machen. Ihr Judäer, geht nicht in die Heiligtümer von Gilgal oder Bet-Awen! Schwört nicht: ›So wahr der HERR lebt‹! 16Das Volk Israel ist widerspenstig wie eine störrische Kuh. Soll ich sie etwa auf freiem Feld weiden lassen wie ein sanftes Lamm? 17Ephraim hat sich fremden Göttern verschrieben. Sollen sie doch machen, was sie wollen! 18Sie halten Saufgelage ab und vergnügen sich danach mit ihren Huren. Und anstatt sich zu schämen, sind sie auch noch stolz darauf! 19Sie treiben umher wie ein Blatt im Wind und rennen mit ihrem Götzendienst ins Verderben.«
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Weitere Infos →Was springt mir persönlich ins Auge, wenn ich diese Verse für heute lese? Es ist diese eine Wahrheit: Gott schaut ins Herz. Gott blickt tiefer als auf die äußeren Taten. Ein anderer Vers in der Bibel macht dies ebenso deutlich:
Gott spricht:
"Denn ich urteile nach anderen Maßstäben als die Menschen. Für die Menschen ist wichtig, was sie mit den Augen wahrnehmen können; ich dagegen schaue jedem Menschen ins Herz." (1. Samuel 16:7)
Gott war absolut klar, dass hier die Priester, die damalige religiöse Elite des Volkes, den Menschen bewusst falsche Dinge über Gott sagten. Die Menschen konnten es teilweise nicht besser wissen. Es war eine völlig andere Gesellschaftsstruktur: Bildung war nicht für jeden verfügbar. Deshalb macht Gott einen Unterschied zwischen dem, was die Menschen taten, und dem, weshalb sie es taten. Gott machte deutlich: Die Priester waren die, die es besser wussten und dennoch böse handelten. Die Menschen aber, die den Priestern folgten, konnten die Wahrheit nicht kennen, da die Priester diese ihnen aufgrund eigener Vorteile vorenthielten.
Gott ist fair, weil Gott das Herz eines Menschen kennt und nicht nur nach Taten und Äußerlichkeiten urteilt. Für Gott kommt es auf dein Herz an.