4. Mose
Kapitel 18, Vers 8–19
Der Anteil der Priester
8Weiter sprach der HERR zu Aaron: »Du weißt, dass ich euch Priestern von jedem meiner Opfer einen Anteil als Lohn geben werde. Dies soll für alle Zeiten so bleiben. 9Außerdem habe ich die heiligsten Gaben, die mir die Israeliten darbringen, für euch bestimmt: jedes Speiseopfer, Sündopfer und Schuldopfer. Alles, was nicht auf dem Altar verbrannt wird, gehört dir und deinen Söhnen. Achtet es als etwas besonders Heiliges! 10Ihr Männer sollt es im Vorhof des Heiligtums essen. 11Doch die Gaben, die vor dem Altar hin- und hergeschwungen und so mir geweiht werden, sind für alle eure Angehörigen bestimmt, Männer, Frauen und Kinder. Jeder aus eurer Sippe darf davon essen, wenn er rein ist. Euer Anspruch auf diesen Anteil am Opfer soll für immer bestehen bleiben. 12Außerdem gebe ich euch das Beste von Öl, Most und Getreide, die erste Ernte, die man mir darbringt. 13Auch die ersten Früchte, die im Land wachsen und die man im Heiligtum abgibt, gehören euch. Jeder aus eurer Sippe, der rein ist, darf davon essen. 14Ihr erhaltet alles, was die Israeliten mir unwiderruflich weihen. 15Darüber hinaus gehört euch jeder älteste Sohn in Israel und jedes männliche Tier, das als erstes geboren und mir dargebracht wird. Allerdings sollt ihr die Kinder freikaufen lassen, ebenso die unreinen Tiere, die nicht als Opfer in Frage kommen. 16Sobald der erstgeborene Sohn einer Familie einen Monat alt ist, sollen für ihn 5 Silberstücke zu je 12 Gramm bezahlt werden, nach dem im Heiligtum gültigen Gewicht. 17Aber reine Tiere wie Rinder, Schafe und Ziegen sollt ihr nicht freikaufen lassen, denn sie gehören allein mir. Besprengt den Altar mit ihrem Blut und lasst ihr Fett in Rauch aufgehen, um mich mit diesem wohlriechenden Brandopfer zu erfreuen. 18Das Fleisch dieser Tiere aber soll euch Priestern gehören, so wie bei den Opfern, wo ihr den rechten Hinterschenkel und die Brust vor dem Eingang des heiligen Zeltes hin- und herschwingt, um zu zeigen, dass sie mir geweiht sind. 19Alle diese Anteile an den Opfertieren gebe ich euch und euren Angehörigen, Männern, Frauen und Kindern. So soll es für alle Zeiten bleiben. Darauf gebe ich euch mein Wort, und ich werde es niemals brechen!«
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Weitere Infos →Gestern haben wir schon einiges darüber erfahren, welch große Verantwortung die Priester im Leben des Volkes Israel übernommen hatten. Heute geht es um ein Thema, über das manche Leute nicht so gern sprechen: Geld. Es wird beschrieben, wie sich die Bezahlung der Priester zusammengesetzt hat.
Wie schon erwähnt, so hatten die Priester eine sehr besondere Rolle im Volk. Sie kümmerten sich um die heiligen Dinge und waren dafür eingesetzt, die Heiligkeit des Volkes zu gewährleisten, damit das Zusammenleben von Gott und seinem Volk aufrechterhalten werden konnte. Die Priester waren also Diener des Volkes.
Ein großes Problem bestand jedoch: Sie hatten keine Arbeit, um für ihre Nahrung zu sorgen und ihr Überleben zu sichern. Daher durften sie sich bei den Opfergaben der Leute bedienen. Gott teilte seine Opfergaben mit seinen Dienern. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Priester ihrer Aufgabe weiterhin gerecht werden und dem Volk dienen konnten.
Glücklicherweise haben wir nur noch einen Priester (Jesus Christus), der keine Tieropfer mehr verlangt und uns dennoch Zugang zu Gott verschafft. Die Mitarbeiter zum Betrieb des Opferkults (Priester) sind seit Jesu Tod & Auferstehung nicht mehr nötig. Dennoch erinnern diese Regelungen an die heutige Handhabung in Gemeinden, wo die Gemeindemitglieder für das Gehalt ihrer Pastoren und Pastorinnen aufkommen. Gott versorgt weiterhin diejenigen, die sich von ihm berufen lassen und sich dem Dienst an seinem Volk verschreiben.