Hosea
Kapitel 12, Vers 8–15
Gott hilft - trotz Untreue
8Der Herr sagt: »Israel gleicht einem Händler, der mit falschen Gewichten die Leute betrügt und sich freut, wenn er andere übers Ohr hauen kann. 9Die Leute von Ephraim sagen: ›Wir sind reich geworden und haben ein Vermögen gemacht. Keiner kann uns nachweisen, dass wir dabei Unrecht getan und Schuld auf uns geladen hätten.‹ 10Ich bin der HERR, euer Gott, der euch aus Ägypten befreit hat. Nun sorge ich dafür, dass ihr wieder in Zelten leben müsst – wie damals, als ich euch das erste Mal begegnete. 11Immer wieder habe ich durch die Propheten zu euch geredet. Ich gab ihnen viele Visionen und ließ sie Gleichnisse erzählen.« 12Schon damals in Gilead haben die Israeliten großes Unheil angerichtet und dadurch ihre Vernichtung heraufbeschworen! In Gilgal haben sie Stiere geopfert, darum werden ihre Altäre zerstört, ja, sie werden wie die Steinhaufen am Ackerrand! 13Israels Stammvater Jakob floh ins Gebiet der Aramäer, er arbeitete hart und hütete Schafe, um eine Frau zu bekommen. 14Aber der HERR hütete Israel durch einen Propheten; er befreite sein Volk durch ihn aus der Sklaverei in Ägypten und brachte es in dieses Land. 15Trotzdem haben die Leute von Ephraim den Herrn beleidigt und ihn zum Zorn gereizt. Nun müssen sie die Folgen tragen, denn der Herr wird ihnen all ihre Bosheiten und blutigen Verbrechen vergelten.
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Die Israeliten wogen sich in Sicherheit. Sie waren davon überzeugt:
"Wir sind reich geworden und haben ein Vermögen gemacht. Keiner kann uns nachweisen, dass wir dabei Unrecht getan und Schuld auf uns geladen hätten." [9]
Ja, vielleicht konnten Menschen das nicht nachweisen. Gott jedoch macht an dieser Bibelstelle deutlich, dass er sehr wohl alles sieht und dass ihm auch die Dinge, die im Verborgenen geschehen, bekannt sind.
Natürlich wirkt ein solches Gottesbild erst mal beängstigend: Gott sieht alles! Gott sieht jeden Fehler! Auf der anderen Seite ist es so, dass Gott zwar alles sieht, doch ebenso alles vergibt. Wer an Jesus Christus als persönlichen Herrn und Retter glaubt, muss die Strafen Gottes nicht fürchten (vgl. Johannes 3:16).
Gott sieht alles. Vor Gott müssen wir nichts verbergen. Ja, ich gebe zu, der Impuls für heute ist etwas provokativ und herausfordernd. Aber: Würden wir uns im Leben anders verhalten, wenn uns bewusst wäre, dass Gott alles sieht? Auch das, was Menschen vielleicht nie sehen werden? Ist das nicht ein gesunder Ansporn, ein integeres Leben zu führen? Ein authentisches Leben? Zu den eigenen Fehlern zu stehen und darum bemüht zu sein, an diesen mit Gottes Hilfe zu arbeiten?
Vor Gott können wir niemals etwas verstecken. So sehr wir das auch wollen. Gottes Blick auf uns ist dabei stets ein heilender und liebevoller. Er schaut hin und er möchte dir helfen!