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Impuls

Gut genug für Gott?

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Identität

Psalm

Kapitel 15, Vers 1–​5

Wen nimmt Gott an?

1Ein Lied von David. HERR, wer darf in dein Heiligtum kommen? Wer darf auf deinem heiligen Berg zu Hause sein? 2Jeder, der aufrichtig lebt, der das Rechte tut und durch und durch ehrlich ist. 3Jeder, der andere nicht verleumdet, der seinen Mitmenschen kein Unrecht zufügt und Nachbarn und Verwandte nicht in Verruf bringt. 4Jeder, der keine Freundschaft pflegt mit denen, die Gott verworfen hat, sondern alle achtet, die dem HERRN mit Ehrfurcht begegnen. Jeder, der hält, was er geschworen hat, auch wenn ihm daraus Nachteile entstehen. 5Jeder, der keine Wucherzinsen nimmt, wenn er Geld ausleiht, und der sich nicht bestechen lässt, gegen Unschuldige falsch auszusagen oder sie zu verurteilen. Wer so handelt, der wird niemals zu Fall kommen!

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Wenn du diesen Psalm mit Selbstzweifeln liest und dich ohnehin fragst, ob du gut genug für Gott bist, dann können dich diese Zeilen stark verunsichern.

Absolute Aufrichtigkeit. Kompromisslose Ehrlichkeit. Ungerechtigkeit verhindern. Lästern unterlassen. Keine falschen Freunde.

Wenn David schreibt, dass nur solche Menschen in Gottes Heiligtum kommen dürfen, dann herzlichen Glückwunsch.

"Da bin ich raus! Diesem Anspruch werde ich nicht gerecht", denkst du vielleicht.

Die spannende Frage ist, ob David wirklich dieses Gefühl in dir auslösen wollte. Könnte es sein, dass sich der Psalm an Menschen richtet, die ein stolzes und scheinheiliges Herz haben, die sonntags eine "heile Welt" vorgaukeln und während der Woche Menschen abziehen, ihnen Unrecht zufügen, wie gedruckt lügen und dann aber im Heiligtum den Herrn loben?

David war von einer Menge Heuchelei umgeben, und in diesem Kontext schrieb er, so glaube ich, diesen Psalm. Ich denke nicht, dass er ihn an die Menschen adressierte, die ihr Bestes geben und dennoch daran zweifeln, ob es Gott genügt. Auch David war nicht vollkommen.

Als Jesus am Kreuz starb, zerriss der Vorhang zum Allerheiligsten im Tempel. Ein Sinnbild dafür, dass es nicht mehr unsere Leistung ist, die uns den Weg in die Gegenwart Gottes öffnet. Es ist seine Gnade, die wir aufrichtig und ernsthaft annehmen dürfen. Sie ist nicht billig. Jesus hat mit seinem Leben dafür bezahlt.