1. Mose
Kapitel 48, Vers 11–16
DER SEGEN JAKOBS
11Dann wandte er sich wieder an Josef und sagte: »Ich hätte nicht geglaubt, dich jemals wiederzusehen. Jetzt lässt Gott mich sogar noch deine Kinder erleben!« 12Josef nahm Ephraim und Manasse weg von Jakobs Knien und verbeugte sich tief vor seinem Vater. 13Dann nahm er die beiden an die Hand und stellte Ephraim an Jakobs linke, Manasse an seine rechte Seite. 14Aber Jakob kreuzte seine Hände und legte seine rechte Hand auf Ephraims Kopf, obwohl er der Jüngere war; seine linke legte er auf Manasses Kopf, obwohl er der Ältere war. 15Er segnete Josef und seine Söhne und sagte: »Schon meine Väter Abraham und Isaak gingen ihren Weg mit Gott, dem Herrn. Und auch für mich hat er mein Leben lang wie ein guter Hirte gesorgt. 16Sein Engel hat mich aus allen Gefahren gerettet. Dieser Gott möge auch Ephraim und Manasse reich beschenken! Sie sollen weitertragen, was er mit Abraham, Isaak und mir begonnen hat! Ihre Nachkommen sollen zahlreich werden und das Land bevölkern!«
© Biblica, Inc.
Hoffnung für alle ™ Copyright © 1983, 1996, 2002, 2015 by Biblica, Inc. Used with permission. All rights reserved worldwide.
“Hoffnung für alle” is a trademark registered in European Union Intellectual Property Office (EUIPO) by Biblica, Inc. “Biblica”, “International Bible Society” and the Biblica Logo are trademarks registered in the United States Patent and Trademark Office by Biblica, Inc. Used with permission.
Weitere Infos →Der Moment, als Josef mit seinen zwei Söhnen Ephraim und Manasse vor Jakob stand, muss enorm bewegend gewesen sein. Selbst Jakob, ein glaubensstarker Stammvater, sagte: "Ich hätte nicht geglaubt, dich jemals wiederzusehen. Jetzt lässt Gott mich sogar noch deine Kinder erleben!" [11]
Wie auch?! Er hatte einen Großteil seines Lebens geglaubt, dass Josef tot sei. Alle sichtbaren Umstände deuten darauf hin. Verständlich, dass er sagte: "Ich hätte nicht geglaubt, …" Doch dann kam alles anders. Ich finde es so besonders, wie er – Jakob – Ephraim und Manasse zusprach, dass Gott auch auf ihrem Weg "ein guter Hirte" [15] sein würde. So, wie er es selbst in seinem Leben erlebt hatte.
Wie oft stecken wir in Momenten, in denen wir nicht mehr glauben können? Momente, in denen die Umstände gefühlt nichts mehr mit Gottes Versprechen zu tun haben. In denen wir zweifeln, ob wir Gott richtig verstanden haben. Ja, in denen wir vielleicht sogar zweifeln, ob es ihn überhaupt gibt. Ich bin mir sicher, auch Jakob kämpfte mit Zweifeln und Fragen, weshalb Gott dieses Leid in seinem Leben zugelassen hatte. Doch er blieb dran, bis zu dem Punkt, an dem er sagen konnte: "Ich hätte es nicht geglaubt, doch (!) der Herr hat das Blatt gewendet." Er kann auch dein Blatt wenden. Gib die Hoffnung nicht auf.