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Impuls

Innerlich zerrissen

Thaddäus Schindlervon Thaddäus Schindler
Soziales Leben

1. Samuel

Kapitel 2, Vers 22–​26

Elis Söhne gehorchen nicht

22Eli war inzwischen sehr alt geworden. Er hörte, wie unverschämt Hofni und Pinhas die Israeliten behandelten, und wusste auch, dass sie mit den Frauen schliefen, die beim Eingang zum Heiligtum ihre Arbeit verrichteten. 23Da sagte er zu ihnen: »Ganz Israel beschwert sich bei mir über euch. 24 Warum treibt ihr es auch so schlimm? Man erzählt sich schreckliche Geschichten! Meine Söhne, ihr müsst damit aufhören! 25Wenn jemand an einem Menschen schuldig wird, erbarmt sich Gott vielleicht über ihn. Wenn sich jemand aber direkt gegen den HERRN versündigt, wie ihr es ständig tut, dann kann niemand als Vermittler für ihn einspringen.« Doch die Söhne wollten nicht auf ihren Vater hören, denn der HERR hatte ihren Tod schon fest beschlossen. 26Ganz anders war es bei Samuel: Je älter er wurde, desto mehr Ansehen fand er beim HERRN und bei den Menschen.

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Obwohl Eli den größten Teil seines Lebens im Tempel gedient hatte, ging es mit seiner eigenen Familie scheinbar immer weiter bergab.

"Er hörte, wie unverschämt Hofni und Pinhas [seine Söhne] die Israeliten behandelten." [22]

Inwieweit vielleicht gerade Elis Dienst im Tempel dazu beitrug, dass die Erziehung seiner Söhne auf der Strecke blieb, darüber lesen wir nichts. Vielmehr ist anzunehmen, dass Eli immer wieder versuchte, sie auf den rechten Weg zu bringen, sein Bemühen dabei jedoch scheiterte. So auch in unserem heutigen Abschnitt. Auch Gott konnte das Verhalten von Hofni und Pinhas nicht länger dulden. Eine harte Konsequenz war auf dem Weg (vgl. V. 25).

Was muss das für ein innerer Schmerz sein, auf der einen Seite Gott zu dienen, Wunder zu erleben, ihm ganz nah zu sein und auf der anderen Seite dem gottlosen Leben seiner Söhne tatenlos zusehen zu müssen? Eli hatte diesen Schmerz sicherlich empfunden. Vielleicht auch Selbstzweifel: "Hätte ich etwas anders tun müssen? Wie konnte es so weit kommen?"

Vieles haben wir oft nicht in der Hand. Selbst Eli, ein so bedeutsamer Priester, hatte das nicht. In den folgenden Abschnitten werden wir von harten Konsequenzen lesen, bei denen auch Eli als Vater seiner Söhne nicht gut wegkommt. Ist das gerecht? War Eli nicht ein aufrichtiger Mensch? Eine gute Frage, die wir Gott stellen können.