1. Mose
Kapitel 27, Vers 18–25
JAKOBS LIST
18Jakob ging damit zu seinem Vater und begrüßte ihn. Isaak fragte: »Wer ist da, Esau oder Jakob?« 19»Ich bin Esau, dein Erstgeborener«, antwortete Jakob. »Ich habe getan, worum du mich gebeten hast. Komm, setz dich auf und iss, damit du mir nachher den Segen geben kannst!« 20Verwundert fragte Isaak: »Wie konntest du nur so schnell ein Stück Wild erlegen, mein Sohn?« »Der HERR, dein Gott, hat es mir über den Weg laufen lassen!«, erwiderte Jakob. 21»Komm näher«, forderte Isaak ihn auf, »ich will mich davon überzeugen, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht!« 22Jakob ging zu ihm hin, und Isaak betastete ihn. »Die Stimme ist zwar die von Jakob«, sagte er, »aber den Händen nach ist es Esau!« 23Er erkannte Jakob nicht, weil er behaarte Hände hatte wie Esau. Darum entschloss er sich, ihn zu segnen, 24doch vorher fragte er noch einmal nach: »Bist du wirklich mein Sohn Esau?« »Ja, ich bin’s!«, log Jakob. 25»Dann gib mir das Essen, damit ich von dem Wild esse und dir den Segen gebe!«, sagte Isaak. Jakob reichte es ihm, und sein Vater aß; dann gab er ihm Wein, und Isaak trank.
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Weitere Infos →Jakob würde noch zu einer der Schlüsselpersonen für das Volk Israel werden. Aus seinen Söhnen würden die zwölf Stämme Israels heranwachsen und Gott würde ihm noch den Namen "Israel" geben. Wir haben es also mit einer wirklich wichtigen Person für das Volk Gottes zu tun. Gott hat sich entschieden, seinen Segen durch diesen Mann in die Welt zu bringen. Komischerweise verhält er sich aber überhaupt nicht wie eine Heldenfigur oder eine Person, die vertrauenswürdig ist.
Was würde passieren, wenn sich heute jemand wie Jakob verhalten würde? Niemand würde eine solche Person einstellen, geschweige denn ihm einen wichtigen Posten in einem Staat oder einer Firma anbieten. Einen Hochstapler und Betrüger kann niemand gebrauchen! Also wieso ließ sich Gott auf einen Mann ein, der seinen blinden Vater betrog und seinen Bruder beklaute?
Gott sah offensichtlich mehr in diesem Betrüger als ich. Die weiterführende Geschichte zeigt, dass es tatsächlich einen größeren Plan für diesen Mann gab. Es ist verblüffend. Der Gott Abrahams würde auch der Gott Jakobs sein. Er schreibt mit Betrügern seine Geschichte anstatt mit irgendwelchen Heldenfiguren, die in allem perfekt sind. Das macht Hoffnung, dass auch wir uns auf unsere Geschichte mit Gott einlassen dürfen, wie Jakob das später auch noch tun würde – egal, woher wir kommen.