Hebräer
Kapitel 12, Vers 12–24
LASST UND NEU BEGINNEN!
12Darum heißt es: »Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden!« 13Bleibt auf dem geraden Weg, damit die Schwachen nicht fallen, sondern neuen Mut fassen und wieder gesund werden. 14Setzt alles daran, mit jedem Menschen Frieden zu haben und so zu leben, wie es Gott gefällt. Sonst werdet ihr den Herrn niemals sehen. 15Achtet darauf, dass keiner von euch an Gottes Gnade gleichgültig vorübergeht, damit sich das Böse nicht bei euch breitmacht und die ganze Gemeinde vergiftet. 16Keiner von euch soll ein sexuell unmoralisches Leben führen wie Esau, der Gott den Rücken gekehrt hatte. Für ein Linsengericht verschleuderte er das Vorrecht, als ältester Sohn das Erbe und den besonderen Segen seines Vaters zu erhalten. 17Später wollte er alles wieder rückgängig machen und flehte seinen Vater unter Tränen um diesen Segen an. Doch da war es zu spät. 18Ihr habt noch Größeres erlebt als damals die Israeliten. Der Berg Sinai, zu dem sie gekommen waren, war ein irdischer Berg. Sie sahen ihn im Feuer lodern, als Mose von Gott die Gebote erhielt. Dann wurde es finster wie in der Nacht, ein Sturm brach los, 19und nach einem lauten Fanfarenstoß hörten die Israeliten eine mächtige Stimme wie das Rollen des Donners. Erschrocken bat das Volk, diese Stimme nicht länger hören zu müssen. 20Sie konnten nicht ertragen, dass Gott ihnen befahl: »Selbst ein Tier, das diesen Berg berührt, soll gesteinigt werden.« 21Was sich vor ihren Augen und Ohren ereignete, war so furchterregend, dass sogar Mose bekannte: »Ich zittere vor Angst und Schrecken!« 22Ihr dagegen seid zum himmlischen Berg Zion gekommen und in die Stadt des lebendigen Gottes. Das ist das himmlische Jerusalem, wo ihr Gott zusammen mit seinen vielen tausend Engeln bei einem großen Fest anbetet. 23Ihr gehört zu seinen Kindern, die er besonders gesegnet hat und deren Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Ihr habt eure Zuflucht zu Gott genommen, der alle Menschen richten wird. Ihr gehört zu derselben großen Gemeinde wie alle diese Vorbilder des Glaubens, die bereits am Ziel sind und Gottes Anerkennung gefunden haben. 24Ja, ihr seid zu Jesus selbst gekommen, der als Vermittler zwischen Gott und uns Menschen den neuen Bund in Kraft gesetzt hat. Um euch von euren Sünden zu reinigen, hat Christus am Kreuz sein Blut vergossen. Das Blut Abels, der von seinem Bruder umgebracht wurde, schrie nach Rache, aber das Blut von Christus spricht von der Vergebung.
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Weitere Infos →Die heutigen Worte des Autors des Hebräer-Briefs erinnern an eine motivationsgeladene Kabinenansprache einer Fußballmannschaft. Der Gegner auf dem Spielfeld ist alles andere als einfach. Doch: "Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden!"
Genauso muss es damals für die Leser des Briefes im realen Leben gewesen sein. Es wäre sicherlich einfacher gewesen, dem Glauben an Jesus den Rücken zu kehren, doch der Autor ergreift das Wort: "Bleibt auf dem geraden Weg" [13], setzt euch dafür ein, "mit jedem Menschen Frieden zu haben" [14], keiner soll an "Gottes Gnade gleichgültig" vorübergehen [15], lebt nicht "ein sexuell unmoralisches Leben" [16], ergreift vielmehr das, was Gott euch durch Jesus geschenkt hat (vgl. 18-24): Tiefgehende "Vergebung"! [24]
Ich hoffe, du sitzt auch in dieser Kabine und hörst diese Ansprache. Vielleicht beschäftigen dich Dinge, die hier keine Erwähnung gefunden haben. Dennoch kannst du dir sicher sein, dass Gott deine Herausforderungen auf dem Spielfeld kennt. Er möchte auch deine kraftlosen Hände stärken und deine zitternden Knie wieder festigen. Er ist auf deiner Seite!
Ja, manchmal ist es nicht einfach. Ja, manchmal kommt man ins Stocken. Und ja, manchmal wird man gleichgültig und akzeptiert vielleicht die Niederlage. Doch heute spricht Gott zu dir: "Geh da raus und kämpfe! Das Spiel ist bereits gewonnen. Es lohnt sich, an Jesus dranzubleiben."