Esther
Kapitel 6, Vers 11–14
Im Stolz gebrochen
11Haman tat, was Xerxes ihm befohlen hatte. Er kleidete Mordechai wie den König selbst, ließ ihn auf dessen Pferd über den Hauptplatz der Stadt reiten und rief vor ihm aus: »So ehrt der König einen Mann, der sich besondere Verdienste erworben hat!« 12Danach kehrte Mordechai wieder zum Palast zurück. Haman aber war wie vor den Kopf geschlagen. Mit verhülltem Gesicht lief er schnell nach Hause. 13Er erzählte seiner Frau Seresch und seinen Freunden, was vorgefallen war, denn sie waren seine Ratgeber. Da sagten sie zu ihm: »Du hast verloren! Wenn Mordechai wirklich ein Jude ist, dann bist du jetzt machtlos gegen ihn. Nichts wird deinen Untergang aufhalten.« 14Noch während sie mit ihm redeten, trafen die Eunuchen des Königs ein. Sie sollten Haman auf dem schnellsten Weg zum Mahl bei Königin Esther bringen.
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Weitere Infos →Haman kam auf dem Boden der Tatsachen an. Er wiegte sich in der Vorstellung, nur ihm allein würden die höchsten Würden gelten können. Doch nein, der König selbst hatte sich dazu entschieden, Mordechai zu ehren. Das konnte Haman nicht auf sich sitzen lassen, so sehr brauchte er die Anerkennung für sich selbst.
Wie sieht es mit uns aus? Halten wir es aus, wenn andere um uns herum Ehre erhalten und wir nicht, wenn andere gelobt werden und wir leer ausgehen, wenn wir uns nicht von allen gesehen, bewundert und wertgeschätzt fühlen? Wie gehen wir damit um?
Gott liebt ein demütiges Herz. In der Bibel wird dies immer wieder deutlich. Jesus Christus selbst zeigte den Inbegriff von Demut, als er sich wie ein schwerer Verbrecher vor allen Augen ans Kreuz nageln ließ, um für unsere Schuld zu sterben. Welch ein demütiger Gott, der sich nichts anderes als eine demütige Herzenseinstellung auch für uns wünscht!
Mit dem Blick auf Gott dürfen wir immer lernen, demütig zu leben. Wenn ich weiß, dass der allmächtige Gott mich unendlich liebt, mich sieht und für mich ist, dann werde ich die Anerkennung anderer Menschen immer weniger brauchen, um mich wertvoll zu fühlen. Klingt einfacher gesagt als getan, ist dennoch eine große Wahrheit, und wer weise ist, die oder der setzt sie um.